Er ist der neue Ortssprecher der Uneringer: Markus Krasemann.  Foto: andrea jaksch
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Er ist der neue Ortssprecher der Uneringer: Markus Krasemann.

Neuer Ortssprecher in Unering

Markus Krasemann ist Unerings Ortssprecher

Nach Meiling hat nun auch Unering einen Ortssprecher: Der 41-jährige Bankangestellte Markus Krasemann ist in Zukunft das Bindeglied zwischen dem Seefelder Ortsteil und der Gemeindeverwaltung. Am Donnerstagabend gaben ihm 82 Uneringer ihre Stimme.

Unering – Ein Gegenkandidat wie bei der Ortssprecherwahl am Vorabend in Meiling gab es diesmal nicht. Doch das Interesse war ähnlich hoch und Seefelds Geschäftsstellenleiter Fritz Cording erneut erleichtert: „Es ist super gelaufen.“ Die Gemeinde hatte erst Anfang der Woche die Veranstaltung vom Feuerwehrhaus in die Gerätehalle der Familie Bernhard verlegt. Von der Pfarrei lieh sich die Gemeinde die Stühle aus, der Bauhof baute alles auf.

Alle Besucher konnten den nötigen Abstand wahren, und in einer halben Stunde war die Wahl durchgezogen. Von den insgesamt 84 anwesenden Wahlberechtigten wählten 82 Krasemann, ein Bürger gab keinen Zettel ab, ein Zettel war leer. „Im Feuerwehrhaus wäre das nie und nimmer möglich gewesen“, sagt Cording. Insgesamt gibt es in Unering 281 Wahlberechtigte, die Wahlbeteiligung lag damit bei 30 Prozent.

Markus Krasemann ist in dem Dorf aufgewachsen. „Ich bin ein waschechter Uneringer“, sagt er selbst. Krasemann ist Bankangestellter in Starnberg, verheiratet und hat zwei Kinder, elf und 13 Jahre alt. Im Herbst 2019 sei er schon von mehreren Uneringern angesprochen worden, ob er sich nicht politisch engagieren wolle. Dann lernte er Johanna Senft kennen, die Bürgermeisterkandidatin des Bürgervereins (BVS), auf dessen Liste er bei der Kommunalwahl auch für den Gemeinderat kandidierte. Er freut sich, dass so viele Uneringer nun Interesse an der Ortssprecherwahl gezeigt haben. „Wir haben damit auch ein Wahlversprechen eingelöst. Der Bürgerverein hat immer gesagt, dass es einen Ortssprecher geben wird, wenn im Gemeinderat kein Uneringer ist.“ Er finde es wichtig, dass es ein Bindeglied zwischen dem Ortsteil und der Gemeinde gibt. Dann sei es für die Menschen auch leichter, sich mit ihren Anliegen an den Ortssprecher zu wenden. „Da ist die Hemmschwelle geringer, als in die Gemeinde zu gehen oder E-Mails zu schreiben.“ Auch das überzeugende Ergebnis freut Krasemann. Und es ist ein Lohn für seine Mühe, denn er war im Sommer von Haustür zu Haustür gegangen, um sich vorzustellen. Wobei ihn viele natürlich schon vorher kannten. Schließlich ist Krasemann Mitglied bei den Schützen und der Feuerwehr.

Gemeinsam mit Andreas Weiß, dem Ortssprecher von Meiling, nimmt Markus Krasemann nun an den Gemeinderatssitzungen teil, auch den nicht öffentlichen. „Ortssprecher zu haben, hat auch mit Transparenz zu tun“, sagt Fritz Cording.

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