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Gut gelaunt: (v.l.) Dr. Thomas Weiler, Dr. Markus Wagner, Helmut Friedrich und Wolfram Gum. 

Chirurgische Klinik Seefeld

Neuer Chefarzt jetzt im Dienst

Seefeld - Unruhige Monate liegen hinter der Chirurgischen Klinik in Seefeld. Seit 15. Juli ist nun der neue Chefarzt Dr. Markus Wagner im Amt. 

Wagner wurde 1962 in München geboren, studierte in Homburg an der Saar und arbeitete dann 17 Jahre im Klinikum Harlaching. 2008 wechselte der Chirurg ins Rot-Kreuz-Klinikum. Zu seinen Schwerpunkten zählen neben der Schlüssellochchirurgie die Onkologie, aber auch komplizierte Bauchwandbrüche. Nicht nur bei Krebserkrankungen setzt er auf interdisziplinäre Behandlung, also auf die Zusammenarbeit aller Fach- und auch Hausärzte – inklusive Zusammenarbeit mit dem Starnberger Klinikum. „Der Patient hat ein Recht darauf“, sagte Wagner, der sich selbst als Teamplayer bezeichnet. Die Zeiten der Götter in Weiß seien vorbei, am besten agierten alle auf Augenhöhe. „Die Gerätemedizin ist das eine, die sprechende Medizin ist mindestens genau so wichtig“, betonte der 53-Jährige, der eigentlich nie Chefarzt werden wollte. „Meine Vision ist die dem Menschen zugewandte Medizin. Ich sehe den Arzt als Rechtsanwalt des Patienten.“

Von den ersten Wochen in Seefeld hat Wagner, der mit seiner Familie in Hechendorf wohnt, einen guten Eindruck. „Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden.“ Schwächen? „Ich habe keine festgestellt, höchstens an der Bausubstanz des Klinikums.“ Auch die Technik in den Operationssälen sei „up to date“, das Pflegekonzept supermodern und patientenbezogen.

Das Seefelder Krankenhaus mit seinen 72 Betten scheint also offensichtlich mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Laut Geschäftsführer Helmut Friedrich ist ein Einbruch bei den Patientenzahlen ausgeblieben. „Die Belegung ist vergleichbar mit der der vergangenen Jahre.“ Und Starnbergs Klinik-Geschäftsführer Dr. Thomas Weiler spricht von einem evolutionären Prozess zwischen den Kliniken Starnberg und Seefeld, bei dem der Arzt zum Patienten kommt. Das heißt, bei komplizierten Operationen könnten sich die Kollegen aus beiden Kliniken unterstützen – und dem Patient bleibt ein Transport zum Experten nach München erspart. Was die Schindlbeck-Klinik in Herrsching angeht, so soll es auch hier miteinander weitergehen. „In dem Fall liegt der Ball aber gerade in Herrsching“, sagte Weiler. 

hvp

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