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In vielen Bereichen im Einsatz: „Bufdi“ Maja Kettinger.

Nachbarschaftshilfe Seefeld

„Bufdi“ am Werk: An jedem Tag etwas Neues

Maja Kettinger sagt nach ihrem sozialen Jahr im Seefelder MehrGenerationenHaus, für wen der Bundesfreiwilligendienst geeignet ist. Majas ehemalige Wirkungsstätte sucht indes ihren Nachfolger.  

Seefeld – Die Schulzeit ist vorbei, und dann? Vor dieser Frage stand auch Maja Kettinger, 17 Jahre alt, aus Seefeld. Die Lösung für Maja: Der Bundesfreiwilligendiens, kurz BFD oder BuFDi, im MehrGenerationenHaus der Nachbarschaftshilfe (NBH) in Seefeld. Der BFD ist eine Möglichkeit für Menschen aller Alters- oder Berufsgruppen, sich freiwillig sozial zu engagieren. So können sich vor allem Schüler während der Ferien oder nach dem Schulabschluss, in einem ruhigeren Umfeld mit dem Berufsalltag vertraut machen.

Maja Kettinger berichtet: „Meine Aufgaben waren breit gefächert“

Für diese Option entschied sich auch Maja. Nachdem sie die Realschule in Herrsching abgeschlossen hatte, war sie unschlüssig, was die weiteren Pläne anging. So kam der Vorschlag der Mutter, im MehrGenerationenHaus der Nachbarschaftshilfe ein Jahr als BuFDi zu verbringen, gerade recht. Die 17-Jährige staunt vor allem über die Vielfalt an Berufsfeldern, die sie kennengelernt hat: „Meine Aufgaben waren breit gefächert. Zum einen musste ich Ablage und Telefondienst im Büro machen, zum anderen Grundschüler bei den Hausaufgaben betreuen.“ Zunächst erschien ihr die Arbeit fast ein bisschen trocken. „Aber durch die freundlichen und erfahrenen Kollegen habe ich mich sehr schnell angepasst und die spaßige Seite entdeckt“, berichtet Maja.

Maja musste für die unterschiedlichen Veranstaltungen die Räume vorbereiten und betreuen, und auch spontan alle möglichen Aufgaben erledigen. Dazu kamen Kinderbetreuung und Einsätze im Seniorenprogramm. Morgens um 8 Uhr ging es los. Maja schildert den Tagesablauf: „Als erstes sorge ich dafür, dass alle Räume aufgesperrt und für die täglichen Aktivitäten vorbereitet sind. Dazu gehört auch, die Räume hin und wieder zu wischen, sollte dies nötig sein. Auch die Küche und Blumen wollen versorgt sein. Anschließend bin ich im Büro. 

Kettinger möchte Ausbildung zur Kindergärtnerin machen

Dort warten tägliche Aufgaben wie Telefondienst, Ablage, Computerarbeiten, Abrechnungen für Mittagsbetreuung, Post und so weiter. Mit Word und Excel sollte man sich auskennen. Ab etwa 11.30 Uhr geht es in die Mittagsbetreuung für Schulkinder der 1. bis 4. Klasse. Dort wird gemeinsam gebastelt, gespielt und Hausaufgaben gemacht. Auch in die Kinderspielgruppen gehe ich, wenn Bedarf ist. Prinzipiell ist mein Arbeitstag gegen 15.30 beendet. Aber es gibt auch Veranstaltungen außerhalb meiner normalen Arbeitszeit, wie zum Beispiel Flohmarkt, Weihnachtsmarkt, Swap-Party, 2te-Hand-Laden und andere.“

Durch die Abwechslung konnte sich Maja über ihre Interessen klarer werden und erkennen, wo ihre Stärken liegen. „Am meisten gefallen hat mir die Arbeit mit anderen Menschen“, erklärt sie. Insbesondere der Umgang mit Kindern aus der Mittagsbetreuung sprach die junge Frau an. „Denn bei der Arbeit mit Kindern erlebt man jeden Tag etwas Neues, auch wenn man sich manchmal etwas ärgern muss“, sagt Maja und lacht. Daher kommt auch der Entschluss, nach einer wohlverdienten Pause mit der Ausbildung zur Kindergärtnerin zu beginnen und dafür ein Praktikum in einem Hechendorfer Kindergarten anzunehmen.

Seefelder Nachbarschaftshife sucht Nachfolger von Maja

Fazit der 17-Jährigen: „Das BFD-Jahr hat mir sehr viel für die Berufsorientierung gebracht.“ Sie lernte einen auch manchmal stressigen Berufsalltag kennen und meistern. „Der BFD ist genau das richtige für Schulabsolventen denen die Zukunftspläne noch fehlen“, meint Maja. Wer ihr Nachfolger werden möchte, meldet sich bei der Seefelder Nachbarschaftshife, www.nbh-seefeld.com.

Von Michael Dudkowiak

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