Das aktuelle Team des Seefelder Jugendhauses setzt auf den Wiederanfang (v.l.): Katharina Weyer, Natalie Stöhr, Philipp Leser, Louis Vicari, Nicolas Burner und Semih Ünlüh.
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Das aktuelle Team des Seefelder Jugendhauses setzt auf den Wiederanfang (v.l.): Katharina Weyer, Natalie Stöhr, Philipp Leser, Louis Vicari, Nicolas Burner und Semih Ünlüh.

Jugendhaus Seefeld

Noch mal alles auf Anfang

  • Hanna von Prittwitz
    VonHanna von Prittwitz
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Die Pandemie hat in den vergangenen Monaten eine Menge ausgebremst, auch die Aktivitäten im Seefelder Jugendhaus. Doch nun kommt neuer Schwung in die Bleibe, es soll endlich wieder geöffnet werden.

Seefeld – Es hatte alles so toll angefangen im Sommer 2019: Ein neuer Vorstand und die Sozialpädagogin Katharina Weyer erweckten das Jugendhaus in der Mühlbachstraße 17 in Seefeld aus einem langen Dornröschenschlaf. Sie brachten alles auf Vordermann, entwickelten ein Konzept und viele tolle Ideen, um auch Jüngere ab etwa 14 Jahren in das Jugendhaus zu locken. Dann kam die Pandemie. „Vor Corona war das Haus gut besucht“, berichtet Weyer, die bei der Gemeinde auch für Integration und Obdachlosenarbeit zuständig ist. Bis zu 20 Jugendliche hätten sich zuletzt in der Einrichtung getummelt. Umso wichtiger nun die gute Nachricht: Das Jugendhaus darf wieder eröffnen, wenngleich vorerst nur für insgesamt zehn Besucher.

Untätig ist der Vorstand trotz allem nicht gewesen, „sie waren super engagiert“, bestätigt Katharina Weyer. Nico Burner (18), Natalie Stöhr (18), Louis Vicari (17), Semih Ünlü (16) und Philipp Leser (17) strichen das Haus, es gibt eine neue Lichttechnik, einen Beamer, „und wir haben den Thekenbereich renoviert“. Ein Kicker, ein Billardtisch und eine Tischtennisplatte stehen für die Besucher bereit, die Küche ist mit Mikrowelle, Herd, Backofen, Kühlschrank und sogar Spülmaschine komplett ausgestattet, und auch der Lounge-Bereich daneben ist aufgehübscht. Zweimal tagten die Jugendlichen im Sitzungssaal der Verwaltung mit dem neuen Jugendreferenten Dennis Weber (Grüne/BI), der diese Aufgabe von dem kurz vor Pfingsten 2020 tödlich verunglückten Gemeinderat Dr. Robert Benoist (Grüne) übernahm.

Das Fehlen des persönlichen Kontakts hat die im Sommer 2019 begonnene Aufbauarbeit, das Werben um neue Besucher und den Aufbau von Cliquen zurückgeworfen. „Wir beginnen ein bisschen von vorne“, bedauert Weyer. Denn erste Versuche, beispielsweise mit Ferienprogrammpunkten, scheiterten, „sie kamen nicht zustande“. Der Jugendhaus-Vorstand und Katharina Weyer setzen nun darauf, dass die Corona-Inzidenz weiter unter 35 bleibt. „Dann dürfen wir wieder für alle öffnen.“ Ein Hygienekonzept gibt es natürlich längst. Und eine neue Internetseite, auf der nicht nur die Jugendlichen alle Kontaktdaten finden, sondern auch die Nachbarn mögliche Beschwerden oder Anregungen vorbringen können. Die Ansprechpartner und das Jugendhaus sind unter z (0 81 52) 4 84 96 61 oder 01 73/3 66 46 33 erreichbar, oder aber per Mail an jugendhausseefeld@gmail.com oder weyer@seefeld.de. Geöffnet ist das Jugendhaus voraussichtlich mittwochs bis freitags von 16 bis 19 Uhr.

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