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Verschachtelt wie ein Puzzlespiel: der Bebauungsplan für das Oberfeld in Hechendorf. Die grüne Fläche kennzeichnet den Fußballplatz, davor ist das Feuerwehrgerätehaus geplant. 

In Hechendorf

Alles möglich am Oberfeld

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Seefelds Gemeinderäte haben den Bebauungsplan für das Oberfeld in Hechendorf beschlossen. Die erste Änderung steht aber schon an.

Hechendorf – Seefelds Gemeinderäte haben in ihrer Sitzung am Dienstagabend den Bebauungsplan für Teile des Oberfelds aufgestellt. Planung und Bau eines Kleinfeldplatzes für den TSV Hechendorf und des Feuerwehrgerätehauses bleiben damit im Zeitplan. Eine erste Bebauungsplanänderung ist aber schon einkalkuliert: Das Bauunternehmen Dosch plant eine Erweiterung. „Das überprüfen wir wohlwollend“, sagte Bürgermeister Wolfram Gum dazu gestern.

Die Ortsbesichtigung vor der Sitzung überzeugte die letzten Zweifler: „Das ist ein ganz tolles Unternehmen, und ich gehe davon aus, dass die weitere Planung eine Aufwertung mit sich bringt“, sagte Gum danach. Tatsächlich ist der Platz, den sich die Gemeinde für das Hechendorfer Familienunternehmen vor gut sechs Jahren mehr oder weniger aus den Rippen geschnitten hat, schon wieder zu knapp.

„Die Entwicklung konnte man damals nicht absehen“, sagt Matthias Dosch, der gemeinsam mit zweien seiner drei Brüder in das Unternehmen seiner Eltern Alfons und Roswitha Dosch eingestiegen ist. „Wir bauen immer mehr schlüsselfertig“, erklärt der 31-Jährige. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauche das Unternehmen eine Ausstellungsfläche mit einem integrierten Musterhaus, in dem sich der Kunde alles anschauen könne, vom Bodenbelag bis zur Türklinke. „Die Kunden wünschen alles an einem Ort.“ Früher oder später werde die Familie auch die derzeit noch vermieteten Büroflächen auf der Rückseite des Firmengebäudes selber nutzen. „Das ist nur eine Frage der Zeit“, bestätigt Roswitha Dosch. Für die Ausstellungsfläche braucht das Unternehmen entsprechend bis zu 1000 Quadratmeter Grund zwischen Firmengebäude und Am Oberfeld. Auch die Tiefgarage mit 17 Plätzen langt nicht mehr. „Bei uns arbeiten mehr als 70 Menschen – da können Sie sich vorstellen, wie das dort unten aussieht.“

Um die Ausstellungsfläche zu realisieren, hat die Familie Dosch mit den Gemeinderäten im Vorfeld verhandelt. Das Risiko, dadurch würde sich am Oberfeld alles andere zeitlich verschieben, konnte das Gremium am Dienstagabend durch den Satzungsbeschluss minimieren. Sie kalkulieren eine eventuelle erste Änderung durch die Pläne Doschs – die das Unternehmen auch bezahlt – unabhängig davon ein. Einzige Bedingung: Für den Skaterplatz muss noch eine Lösung her, denn zwischen Musterhaus, Basketballplatz, Fußballplatz, Asylcontainer und Feuerwehrhaus bleibt für ihn kein Platz. Diskussionsbedarf gab es am Dienstagabend nicht mehr. Einstimmig winkten die Gemeinderäte den Bebauungsplan durch.

Matthias Dosch weiß, dass es Kritiker gibt im Ort. „Wir sind ein gesunder Steuerzahler und Arbeitgeber“, sagt er. Der Ort verändere sich, „aber Veränderung muss sein“. Auch Gum ist hin- und hergerissen, schließlich entsteht gegenüber auch noch auf engem Raum das Einheimischenmodell: „Wir gewinnen dort oben keinen Schönheitspreis.“

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