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Ortsentwicklung in Seefeld: Zwei Wochen dürfen Bürger noch mitreden

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Die Ansprechpartner, wenn es um Seefelds Ortsentwicklung geht: (v.l.) Daniela Bilic, Anni Schlumberger, Oliver Prells und Susanne Bauer. Das Bild entstand bei der Auftaktveranstaltung im Juli. © Stefan Schuhbauer-von Jena

Die Gemeinde Seefeld will ihren Ort umgestalten: Bürger haben nun noch zwei Wochen die Möglichkeit dabei mitzureden. 500 Beiträge gibt es schon.

Seefeld – Noch gut zwei Wochen haben die Seefelder Zeit, in der ersten Phase des Bürgerdialogs zur Entwicklung der Gemeinde mitzumischen. Im Herbst finden dann Bürgerwerkstätten zu allen Anregungen und Ideen statt. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr Menschen am Prozess beteiligen“, sagt Online-Moderatorin Anni Schlumberger.

Zu verfolgen ist die Diskussion über die Gemeinde Seefeld und ihre Ortsteile im Internet unter www.ortsentwicklung-seefeld.de. Auch die Internetseite der Gemeinde (www.gemeinde-seefeld.de) ist verlinkt. Noch bis zum 16. September können die Bürger mitreden. „Niemand braucht Scheu zu haben“, sagt Schlumberger. „Wir mussten noch keinen Beitrag im Internet löschen“, sagt sie. Viele Menschen würden sehr große Hoffnungen mit dem Prozess verbinden, so ihr Eindruck. „Es wird aber ein langer Weg werden.“

Im Internet wurden die bisher eingeschickten und bei der Auftaktversammlung in Hechendorf gesammelten Kernaussagen gebündelt und Handlungsfeldern zugeordnet. Unter einer „Schlagwortwolke“ kann sich jeder Leser den Themenbereich aussuchen, der ihn interessiert. Mittlerweile gibt es mehr als 500 Beiträge. Die meisten stammen von der Auftaktveranstaltung im Juli. Neben Anni Schlumberger sind ihre Kollegin Daniela Bilic sowie Oliver Prells und Susanne Bauer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München Ansprechpartner.

Am meisten hadern die Seefelder mit dem Verkehr

Am meisten hadern die Menschen in Seefeld mit dem Verkehr. Gerast werde nicht nur auf den Hauptstraßen, sondern auch auf Nebenstraßen. Tempo 30 und Halteverbote werden gewünscht und begrüßt, aber auch mehr Rücksicht, mehr Kurzzeitparkplätze, Zebrastreifen und verkehrsberuhigte Zonen. Andere wünschen sich ein Feuerwerksverbot an Silvester und im Gegenzug dazu ein gemeinsames, professionelles Feuerwerk. „Da wäre Natur und Umwelt geholfen“, findet ein Bürger. Weitere Seefelder fordern die Ausweisung eines Friedwalds, beklagen ein fehlendes Gewerbekonzept und zu starre Bebauungspläne.

„Es wäre gut, die Themensammlungen bis Herbst komplett zu haben, damit wir an den Abenden nicht von vorne anfangen müssen“, sagt Anni Schlumberger. Die Bürgerwerkstätten finden am 18. Oktober im Hechendorfer Bürgerstadl, am 25. Oktober in Seefeld im Haus Peter und Paul sowie am 8. November im Schützenheim in Drößling statt. Nach der November-Bürgerwerkstatt ruht der Prozess – wegen der Kommunalwahl im März. Danach geht es in die zweite Phase, in der Leitziele und Enwicklungsszenarien benannt werden sollen. Im Sommer 2020 wird das städtebauliche Entwicklungskonzept erarbeitet. Bis Herbst könnte ein Maßnahmenkatalog vorliegen.

Wer sich bis 16. September schriftlich an der ersten Phase der Ortsentwicklung beteiligen möchte, kann seine Anregungen auch per Karte oder Brief an die Gemeinde schicken (Gemeinde Seefeld, Am Technologiepark 16, 82229 Seefeld) oder dort einwerfen. Per Mail ist Anni Schlumberger für Fragen unter anni.schlumberger@integrata-stiftung.de erreichbar.

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