Berichte: Deutsche Behörden vereitelten IS-Anschlag auf großes Musikfestival

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Auch für die Skateranlage soll am Oberfeld Platz bleiben - das gilt auch für das Kleinspielfeld für den TSV Hechendorf. 

Ortsentwicklung

Puzzeln am Oberfeld in Hechendorf

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Nun ist es amtlich: Die Gemeinde Seefeld wird weitere 1000 Quadratmeter Fläche am Oberfeld in Hechendorf an das Bauunternehmen Dosch verkaufen. Der Bebauungsplan wird geändert. Der TSV Hechendorf erhält zwar seinen Kleinfeldplatz. Aber wohl erst in einem Jahr.

Hechendorf– Bereits im Oktober 2017 hatte es sich angekündigt: Damals trug die Firma Dosch Seefelds Gemeinderäten vor, dass sie die Fläche zwischen Skaterplatz und Firmengebäude am Oberfeld in Hechendorf für das Unternehmen benötige, um sich zu vergrößern und damit wettbewerbsfähig zu bleiben (wir berichteten). Im rechtskräftigen Bebauungsplan ist die Fläche als Jugend-Freizeitbereich ausgewiesen. In der Sitzung am Dienstagabend entschieden die Gemeinderäte gegen die Stimmen von Dr. Robert Benoist (Grüne) und Dr. Stephan Burkes (BVS), der Firma Dosch die Fläche zu verkaufen und den Bebauungsplan auf deren Kosten zu ändern. Der TSV Hechendorf erhält nebenan seinen Platz. Dieser wird jedoch um ein paar Meter in Richtung Landschaftsschutzgebiet verschoben – und wohl erst in einem Jahr gebaut.

Benoist konnte sich mit diesem Kompromiss nicht anfreunden: Das Gremium habe sich jahrelang „die Schädel eingerammt“, die Planung sei schließlich nach ewig langen Sitzungen festgehalten worden. „Jetzt sagen wir Ätsch und schaden einer großen Gruppe von Bürgern für einseitige Interessen.“ Abgesehen davon: „Das wird auch wieder nicht reichen, die nächsten Ansprüche stehen schon an.“

Für die angeblich „eingerammten Köpfe“ kassierte Benoist gleich eine Rüge: „Davon kann nicht die Rede sein“, maßregelte ihn Dr. Oswald Gasser (FDP) und befand: „Die Planung zeigt, dass sich das alles nebeneinander realisieren lässt.“ Mit „alles“ sind der Kleinfeldplatz, der Skaterpark, ein Bereich für die Landjugend, das Basketballfeld und das Feuerwehrhaus gemeint sowie der bereits bestehende Wohncontainer – alles kleinteilig wie bei einem Puzzle.

Einig waren sich alle darüber, dass es sich bei der Firma Dosch um ein gesundes Unternehmen handele, das unbedingt am Ort gehalten werden solle. Mit Blick auf das Kleinspielfeld sagte Peter Schlecht (FWG): „Momentan ist das die einzige Lösung. Es wird aber nicht die Endlösung sein: Wir werden über ein Sportgelände nachdenken müssen.“ Den Verkauf der Fläche an die Firma Dosch bewertete er trotz allem als Win-win-Situation: „Wir können von dem Erlös das Kleinspielfeld finanzieren.“

Bürgermeister Wolfram Gum versicherte, dass sämtliche mit der Änderung des Bebauungsplans einhergehenden Kosten von dem Bauunternehmen getragen würden. Sebastian Haberkorn (CSU) fand das schier unglaublich: „Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Dass Dosch alles bezahlt und uns alle Kosten abnimmt, das ist nicht zu fassen“, sagte er mit Blick auf die finanzielle Abhängigkeit der Gemeinde von den Gewerbesteuern. Johanna Senft (BVS) plädierte dafür, bis zur Realisierung des geänderten Bebauungsplans die Skater und auch die Landjugend, die mit ihrem Bauwagen in einer Ecke auf dem Gelände ein eher tristes Dasein fristet, nicht zu vertreiben – das soll auch vorläufig nicht geschehen.

Professor Martin Dameris (SPD) plädierte an die im Publikum sitzende Familie Dosch, auf der zusätzlichen Fläche keinen Bürokomplex zu bauen, der dann wieder fremdvermietet werde. „Das ist uns beim letzten Mal sauer aufgestoßen, dass da plötzlich Schilder standen mit Mietangeboten.“ Das sahen auch die Ratskollegen so. Matthias Dosch musste versprechen, dass er für eine optisch ansprechende Planung sorgt und keine Lagerfläche mit Sandhaufen anlegt. Wie berichtet, will das Unternehmen auf dem Grund unter anderem ein Musterhaus bauen.

Der TSV fügt sich indessen den Entwicklungen. Vorstand Thomas Rogorsch sah es pragmatisch: „Wir brauchen dringend einen Fußballplatz und gehen davon aus, dass er gebaut wird. Wenn sich der Bau um ein Jahr verzögert, akzeptieren wir das.“

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