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Spurensuche nach der Tat: Die Polizei suchte nach der grausamen Tat alles rund um das Haus in Meiling ab.

Raubmord

Anklage gegen Froschbande erhoben

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Ihre Tat schockierte damals die gesamte Region, jetzt müssen sie sich endlich dafür verantworten: Die so genannte „Froschbande“, die in Meilling einen schweren Raubüberfall begangen hat, wird bald in Deutschland wegen Mordes vor Gericht stehen.

Meiling – Wie Oberstaatsanwältin Andrea Mayer dem Starnberger Merkur mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft München II Anklage gegen acht Rumänen im Alter zwischen 23 und 54 Jahren wegen Mordes erhoben. Der Fall soll am Landgericht München verhandelt werden.

Der Gruppe, die als „Froschbande“ bezeichnet wird, wird zur Last gelegt, in der Nacht vom 4. auf den 5. September 2015 ein Ehepaar in Meiling in deren Haus überfallen und ausgeraubt zu haben (wir berichteten).

Die Täter sollen beide Geschädigte dabei massiv verletzt und schließlich in eine Besenkammer gesperrt haben. Dort verstarb der 72-jährige Ehemann noch in derselben Nacht. Seine zum damaligen Zeitpunkt 67 Jahre alte Ehefrau wurde erst zwei Tage später schwer verletzt durch den Zeitungszusteller aufgefunden und befreit.

Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, bei der Tat Schmuck sowie Bargeld erbeutet zu haben. Alle Mitglieder der Froschbande befinden sich derzeit in Österreich in Haft. Das Landesgericht Wiener Neustadt und das Oberlandesgericht Wien hatten die Angeschuldigten im Juli 2016 bzw. Januar 2017 wegen anderer Raubdelikte zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt (wir berichteten). Die Auslieferung nach Deutschland ist angekündigt.

Noch ist unklar, wann genau der Prozess beginnen soll. Allerdings ist durch die Anklageerhebung seitens der Staatsanwaltschaft nun ein bedeutender Schritt getan worden, um die grausame Tat sühnen zu können. 

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