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Auf dem erschlossenen Gelände des Einheimischenmodells „Am Höhenrücken“ in Hechendorf herrscht Ruhe – noch. Hier entstehen Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Dreispänner – insgesamt 30 Einheiten.

Ortsentwicklung

Warten auf den Notar-Termin

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Wege und Straßen sind asphaltiert, auch die Laternen stehen in Position: Das Einheimischengebiet am Höhenrücken in Hechendorf ist voll erschlossen. Nun herrscht Ruhe auf dem Gelände. Nur die Gerüchteküche kocht. Danach sollen Bewerber abgesprungen sein. Tatsächlich haben zwei Familien abgesagt.

Hechendorf– Christoph Drewes ist Sachgebietsleiter im Seefelder Bauamt und von Beginn an mit dem Thema Einheimischenmodell beschäftigt. Er war in das komplexe Auswahlprozedere involviert und kennt mittlerweile alle 30 Familien persönlich, die von 119 Bewerbern den Zuschlag für eine Parzelle erhielten. Und er bestätigt, dass tatsächlich schon kurz nach der Vergabeentscheidung zwei Familien abgesprungen seien. „Die Gründe waren ganz unterschiedlich, aber dazu möchte ich mich nicht äußern“, sagte er am Freitag.

Den 28 Familien, die noch im Boot sind, hat Drewes am Donnerstag einen Entwurf der Notarverträge geschickt. Entwurf deshalb, weil noch Daten zur Erschließungskostenablöse fehlen. Diese werden derzeit von der Gemeinde und einem Fachbüro ermittelt – „was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt“, wie Drewes erklärt. Da gehe es um „Abläufe, die ich nicht überschauen kann“, aber er verspricht: „Wir versuchen es so zeitnah wie möglich.“ Die Gemeinde ist in Verzug – die Notarverträge mit den Bewerbern sollten längst unterzeichnet sein. Sind die Daten zu den Erschließungskosten ermittelt, werden die Verträge ergänzt. Dann geht’s zum Notar. Nach der Unterzeichnung können die Bauwerber im Rahmen eines Genehmigungsfreistellungsverfahrens ihre Bauanträge einreichen. Diese müssen binnen vier Wochen von der Gemeinde bearbeitet werden. „Hier werden wir versuchen, Zeit zu gewinnen“, kündigt Drewes an. Denn einige Familien haben schon ihre Bauanfangstermine vereinbart – „da hängt dann schon was dran“. Drewes geht davon aus, das im Frühsommer die ersten Bagger anrollen.

Wie es mit den beiden besitzerlosen Bauplätzen weitergeht, ist offen. Erst nach den Notarterminen wird der Gemeinderat entscheiden, wie er die frei gewordenen Parzellen neu vergibt. Denn womöglich treten noch andere Bewerber in letzter Minute von dem Vorhaben zurück. „Wir wissen ja gar nicht, ob alle unterschreiben“, sagt Drewes. Grundsätzlich gebe es mehrere Verfahrensmöglichkeiten, abhängig von der Anzahl der neu zu vergebenden Plätze. „Damit wird sich dann der Gemeinderat befassen.“

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