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Streit gibt‘s bei der CSU längst nicht nur auf Bundesebene. (Symbolbild)

Nach Jahresversammlung

Bürgermeister tobt: „Ich werde das nicht einfach schlucken“

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Hinter den Kulissen gehen die Diskussionen weiter. Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum erwartet nach der Jahresversammlung mit Kampfabstimmung eine Entschuldigung.

Seefeld– Wolfram Gum, Bürgermeister von Seefeld, ist nach wie vor empört über die Art und Weise, wie bei der Jahresversammlung der Seefelder CSU mit der bis dahin amtierenden Vorsitzenden Doris Kramp-Cichon umgegangen wurde – und fordert vom CSU-Vorstand eine Entschuldigung. „Ich werde das nicht einfach schlucken“, sagte er gestern.

Wie berichtet, übernahm Arnulf Daxer den Posten des Vorstandsvorsitzenden und löste in einer Kampfabstimmung überraschend die langjährige Vorsitzende ab. Auch ein großer Teil der CSU-Gemeinderäte, bis dahin zum Teil als Beisitzer tätig, erhielt nicht mehr die nötigen Stimmen für eine Weiterarbeit. Gum ist auch deswegen verärgert, weil in einer Vorstandssitzung zuvor im Hause Kramp-Cichons über die Wahlen gesprochen worden war. „Es ging darum, wer weitermachen möchte und wer nicht.“ Dabei sei es in keinem Moment um die Abwahl Kramp-Cichons und anderer gegangen. Das sei jedoch von langer Hand geplant gewesen: „Sowas tut man nicht.“ Die Vermutung, man habe damit eine mögliche Bürgermeisterkandidatur seiner Ehefrau verhindern wollen, lässt er nicht gelten: „Sie hat der CSU bereits am 18. Januar erklärt, dass sie nicht kandidieren wird.“

Arnulf Daxer sagte gestern: „Der Ortsverband muss sich der Vorsitzenden gegenüber erkenntlich zeigen, keine Frage.“ Die Geschehnisse würden in den nächsten Wochen auch mit Blick auf die Kommunalwahlen aufgearbeitet. Was die Liste angehe, so wolle er auf die Erfahrung der Gemeinderäte nicht verzichten. Ihm sei an einer guten Zusammenarbeit gelegen. „Am Ende des Tages sind wir alle eine Partei.“

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