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Seefelds Kirche St. Peter und Paul. Noch heuer will die Gemeinde ein Ortsentwicklungskonzept in Angriff nehmen. Im Vorfeld sorgt ein Grundstückskauf für Aufregung.

Ortsentwicklung

Flächenkauf umstritten: Entscheidung schlägt Wellen

Die einen sind begeistert, die anderen schockiert: In der Gemeinde Seefeld gehen die Meinungen über einen Grundstückskauf auseinander. Die Grünen haben diesbezüglich einen Antrag gestellt.

Seefeld – Die Entscheidung der Seefelder Gemeinderäte, 20 000 Quadratmeter Grund nahe des Jahnwegs in Oberalting zu kaufen, schlägt Wellen im Ort. Dr. Robert Benoist (Grüne) reichte im Namen seiner Fraktion einen Antrag ein. Ortwin Gentz von der Bürgerinitiative Eichenallee spricht von einer „Entscheidung im Elfenbeinturm“.

Benoist hatte schon während der Gemeinderatsitzung am Dienstagabend dafür plädiert, das Thema öffentlich zu diskutieren. In seinem Antrag beklagt er das Vorgehen und wirft der Verwaltung vor, trotz Wissens um die Kaufverhandlung dies erst jetzt in der nichtöffentlichen Sitzung diskutiert zu haben. Der Kauf fordere schon allein wegen des Kaufpreises zwangsläufig eine Verwertung mindestens als Gewerbegebiet. Die Grünen beantragen, dass die Verwendung der Fläche als Gewerbe- oder Wohngebiet in der Aprilsitzung öffentlich diskutiert und abgewogen wird. 

Umstrittener Flächenkauf in Seefeld: Warum war Kauf zuvor noch nicht Thema in Sitzung?

Zudem wollen die Grünen wissen, warum der Kauf nicht schon in der Februarsitzung ein Thema war. Und sie fordern, dass der Kaufvertrag nicht in Kraft gesetzt wird, sollte sich die Mehrheit gegen ein Gewerbegebiet entscheiden: „Ein Ankauf zum gegebenen Preis könnte beim Verbleib als Grünland eine unsachgemäße Verwendung öffentlicher Mittel darstellen.“

Gentz äußerte sich enttäuscht über die Art und Weise, wie quasi per Handstreich und ohne Einbeziehung der Bürger eine Entscheidung getroffen werde, die Seefelds Entwicklung „über Jahrzehnte prägt“. Dies sei auch eine schwere Belastung für den geplanten Prozess der Ortsentwicklung. 

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