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So soll das Ensemble eines Tages aussehen: Der Supermarkt-Anbau überdacht Teile des Parkplatzes. Rechts führt die Hauptstraße an dem Komplex vorbei.

Gemeinde drückt auf die Tube

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Die Vorbereitungen ziehen sich seit Jahren hin, endlich geht es weiter: In ihrer jüngsten Sitzung haben Seefelds Gemeinderäte für den Bereich „Einkaufsmarkt Seefeld“ an der Hauptstraße die Aufstellung eines Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren beschlossen.

Seefeld – Wie berichtet, soll der bestehende Edeka-Supermarkt erneuert und erweitert werden. Von der Hauptstraße aus wird diese Erweiterung gar nicht so offensichtlich erkennbar sein, denn der Anbau befindet sich hinter dem alten Rathaus auf dem jetzigen Parkplatz und liegt rund 80 Zentimeter tiefer. Unter dem Anbau sind 14 Parkplätze vorgesehen, auf dem Gebäude entstehen drei Wohnungen. Der Bebauungsplan für das Projekt soll so schnell wie möglich fertig werden.

Da keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich sei, wäre ein beschleunigtes Verfahren möglich, erläuterte Stefan Futterknecht in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Der Flächennutzungsplan wird angepasst. Die Gemeinderäte hatten dagegen nichts einzuwenden, im Gegenteil. „Das ist einer der wichtigsten Bebauungspläne unserer Gemeinde“, sagte Sebastian Haberkorn (CSU) und drängte darauf, „bitte sämtliche Beschleunigungsmöglichkeiten zu nutzen“. Er halte das Projekt für „extrem wichtig“. Über die Zufahrt und die Anlage von Parkplätzen wird im Zuge kommender Sitzungen diskutiert.

Walther Kloiber, Besitzer des Gebäudes, in dem sich unter anderem Edeka befindet, freut sich, dass es weitergeht. Seit 2016 ist Kloiber, einst Eigentümer einer erfolgreichen Kleiderfabrik, mit dem Projekt befasst. Dass es so lange gedauert hat, darüber mag er sich nicht weiter ärgern. „Das Leben ist kein Wunschkonzert.“ Er ist davon überzeugt, dass der Ausbau des Supermarkts und der Bau der Wohnungen „für den Ort ein Riesengewinn sind“. Angefangen bei den Parkplätzen, die im Herzen Seefelds bekanntlich Mangelware seien. 68 werden für das Projekt von Behördenseite verlangt, „ich könnte 100 machen“. Das hat Kloiber aber nicht vor, denn das ganze Ensemble soll ja auch noch gut ausschauen.

Sehr dankbar ist er für die Unterstützung durch die drei Bürgermeister und die Gemeinderäte, das betont er immer wieder„Die haben das alle immer gewollt und sich immer zu 100 Prozent dafür eingesetzt. Ohne sie wäre es nicht gegangen.“ Dass es so lange gedauert hat, dafür macht Kloiber den Dschungel an Bürokratie und Auflagen verantwortlich. „Das ist gerade beim Wohnungsbau Fluch und Segen zugleich.“

Wenn nun auch die Bauanträge durchgehen, könnte im Herbst mit dem Bau begonnen werden. Der jetzige Edeka werde komplett entkernt. „Es handelt sich insgesamt um einen Neubau“, erklärt Kloiber, der mit dem Supermarktbetreiber einen Vertrag über 15 Jahre geschlossen hat. Der 74-Jährige ist zuversichtlich, dass nun alles seinen Gang geht. „Ich will das jetzt schaffen.“

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