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Im Schatten der Kirche St. Peter und Paul in Oberalting hat ein Landwirt nun der Gemeinde Seefeld ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück verkauft.

Es geht um 20.000 Quadratmeter

Landwirt bietet Gemeinde Grundstück zum Kauf an: „Ein außerordentlicher Glücksfall“

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Ein Landwirt in Seefeld hat der Gemeinde ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück zum Kauf angeboten. Für Bürgermeister Wolfram Gum ist das „ein außerordentlicher Glücksfall“.

Update vom 22. März, 16.45 Uhr: Die Entscheidung der Seefelder Gemeinderäte, 20 000 Quadratmeter Grund nahe des Jahnwegs in Oberalting zu kaufen, schlägt Wellen im Ort. Dr. Robert Benoist (Grüne) reichte im Namen seiner Fraktion einen Antrag ein.

Landwirt bietet Gemeinde Grundstück zum Kauf an: „Ein außerordentlicher Glücksfall“

Oberalting – Ein Landwirt in Seefeld hat der Gemeinde sein Grundstück zum Kauf angeboten. Hinter verschlossenen Türen soll der Gemeinderat am Dienstagabend dazu sein Okay gegeben haben. Bürgermeister Wolfram Gum sprach gegenüber dem Starnberger Merkur von einer „einmaligen Chance“.

Seefeld sucht Flächen: „Ein außerordentlicher Glücksfall für die Gemeinde“

Schon lange ist die Gemeinde Seefeld händeringend auf der Suche nach Flächen. Gum bestätigte gestern, dass es sich um eine 20 000 Quadratmeter große Fläche am Jahnweg in Oberalting handele. Schon lange habe die Gemeinde diese Fläche im Auge gehabt. „Nach meiner 30-jährigen Erfahrung ist dies ein außerordentlicher Glücksfall für die Gemeinde“, sagte Gum. Was genau mit dem Grundstück, das sich nicht im Landschaftsschutz befindet, geschehen soll – damit habe sich der nachfolgende Gemeinderat zu befassen. „Das ist nicht mehr meine Angelegenheit, sondern soll dann auch im Rahmen des Ortsentwicklungskonzepts von meinem Nachfolger entschieden werden“, sagte Gum.

Landwirt bietet Gemeinde Grundstück zum Kauf an: Gewerbe oder Infrastruktureinrichtungen?

Denkbar sei, dort entweder Gewerbe oder Infrastruktureinrichtungen wie zum Beispiel eine Kindertagesstätte zu realisieren. Eine weitere Option sei ein Tausch mit einem anderen Landwirt. „Wenn wir beispielsweise an anderer Stelle von einem Landwirt eine Fläche brauchen, können wir ihm diese hier anbieten.“ Wohnbebauung kommt in Gums Augen nicht infrage. „Bevölkerungswachstum erfordert weitere Infrastruktur, Kindergärten, Schule, Friedhöfe, das ist nicht zu machen.“ Für die Gemeinde sei entscheidend, sich nach dem Wegbrechen erheblicher Gewerbesteuerzahlungen der damaligen Espe (jetzt 3M) finanziell so aufzustellen, „dass wir uns nicht verschulden müssen“. Für den Kauf der Fläche sind zwei Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, die Fläche wird nicht gleich komplett, sondern in zwei Teilen übergeben.

Gum hatte, wie in solchen Angelegenheiten üblich, mit dem Landwirt einen Kaufvertrag auf Vorbehalt abgeschlossen. Dieser war abhängig vom positiven Votum der Gemeinderäte, das in der nichtöffentlichen Sitzung nun erfolgte. Andernfalls wäre der Vertrag ungültig gewesen. Dr. Robert Benoist (Grüne) hatte zuvor gefordert, darüber in öffentlicher Sitzung zu verhandeln, „weil es eine massive Entscheidung ist“. Das Gremium votierte dagegen. „Das dürfen wir aus rechtlichen Gründen gar nicht öffentlich verhandeln, und das weiß auch ein Herr Benoist“, ärgerte sich Gum.

Und: Der Landratswahlkampf ist eröffnet. Einstimmig haben die Grünen ihre Kandidatin nominiert – als erste Partei überhaupt.

Martina Neubauer rechnet sich gute Chancen für 2020

aus. Der Ausverkauf im

Starnberger Einzelhandel geht weiter. Nach Ostern wird „Be Change“ Geschichte sein.

Inhaberin Friederike Müller wirft aber die Flinte nicht ins Korn. Sie glaubt an ihr Konzept – aber nicht mehr an Starnberg. 

Rowdys haben derzeit Sportplätze im Landkreis Starnberg als Ziele für Schleuderpartien mit Autos auserkoren

, berichtet Merkur.de*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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