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Blick Richtung Alpen mit Oberaltinger Kirche, St. Peter und Paul
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Ein Blick auf Oberalting mit der Kirche St. Peter und Paul. Der Gemeinde Seefeld ist es gelungen, dort ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück zu erwerben.

Grüne wollen über Geschäft reden - Bürgermeister nimmt Antrag nicht auf Tagesordnung

„Die Sache ist nicht dringlich“: Keine Diskussion über Grundstückskauf

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Seefelds Grüne sind mit ihrem Vorstoß gescheitert, den Grundstückskauf der Gemeinde in Oberalting am Dienstag öffentlich zu diskutieren. Bürgermeister Wolfram Gum hat den Antrag nicht auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung genommen.

Oberalting – Seefelds Grüne sind mit ihrem Vorstoß gescheitert, den Grundstückskauf der Gemeinde in Oberalting nächste Woche öffentlich zu diskutieren. Fraktionschef Dr. Robert Benoist hatte einen Antrag für die Gemeinderatssitzung am Dienstag (19 Uhr, Am Technologiepark 16) eingereicht. Bürgermeister Wolfram Gum hat diesen aber nicht auf die Tagesordnung gesetzt. „Wir haben drei Monate Zeit, den Antrag zu behandeln. Die Sache ist nicht dringlich“, sagte Gum am Freitag dem Starnberger Merkur.

Benoists Antrag hatte drei Punkte zum Inhalt: die Diskussion über die künftige Nutzung des Pferdehofs im Aubachtal, die Offenlegung, wie es zu der Kaufentscheidung gekommen ist, und die Aufhebung des Kaufvertrages, falls der Gemeinderat eine Nutzung der Fläche für Gewerbe oder Wohnbebauung ablehnt.

Vor allem an Letzteres denkt Gum im Traum nicht. Wie berichtet, hatte er von „einem außerordentlichen Glücksfall für die Gemeinde“ gesprochen, nachdem der Gemeinderat im März in nichtöffentlicher Sitzung den Kauf der 20 000 Quadratmeter großen Fläche abgesegnet hatte. An dieser Haltung hat sich nichts geändert. Die Fläche sei eine einmalige Chance für die Ortsentwicklung – oder auch als Tauschfläche, betont der Bürgermeister. Das sehe „die überwältigende Mehrheit des Gemeinderats“ im Übrigen genauso.

Benoist mag in Gums Begeisterung nicht einstimmen. „Für die Errichtung eines Gewerbegebiets oder den Erwerb des Grundstücks gab es weder eine öffentliche noch eine nichtöffentliche Diskussion noch einen öffentlichen oder nichtöffentlichen Beschluss des Gemeinderats geschweige denn ein Verhandlungs- oder Kaufmandat“, schreibt er an Gum. Und außerdem: „Die Opferung dieser bislang extensiv genutzten Grünfläche“ für ein weiteres Gewerbegebiet sei völlig verfehlt. „Wir setzen damit die immer schneller fortschreitende Versiegelung von Grund und Boden gerade im sensiblen Aubachtal fort“, sagt Benoist. Sollte jedoch gar keine Bebauung geplant sein, dann hält er den Kaufpreis für viel zu hoch. Dass Gum darüber am Dienstag nicht öffentlich diskutieren lasse, setze „der Entmündigung von Bürgern und Gemeinderat die Krone auf“.

Davon will Gum nichts wissen. Zu gegebener Zeit werde ausführlich darüber gesprochen, sagte er. Was Benoist ihm vorwerfe, „beeindruckt mich ganz und gar nicht“. ps

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