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Spatenstich für „Thema der Zukunft“

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Die Bagger rollen: (v.l.) Bürgermeister Wolfram Gum, Mitgesellschafter Dr. Manfred Epp, Geschäftsführer Ulf Walliczek und Architekt Rasso von Rebay beim Spatenstich für das Seniorenwohnprojekt in Seefeld. © Andrea Jaksch

In Seefeld entsteht ein Wohnstift für Senioren. Seit Anfang der Woche rollen die Bagger. Ende 2020 sollen die ersten Bewohner einziehen können.

Seefeld-Oberalting – Seit Montag rollen die Bagger: Gestern war offizieller Spatenstich für den Bau einer Wohnanlage für Senioren mit Tagespflege, Demenz-Wohngemeinschaften und Pflegeappartements an der Anton-Ettmayr-Straße in Seefeld-Ober-alting. Acht Jahre Planung liegen hinter den Beteiligten.

Vor ziemlich genau 35 Jahren fand der Spatenstich für das Seniorenstift am Pilsensee statt. Es liegt nur wenige Meter weit von der neuen Baustelle entfernt und wurde damals von Dieter Walliczek gebaut. Er und seine Frau Anke, später auch Sohn Ulf, etablierten das Pflegeheim in Seefeld. „2011 haben wir dann den ersten Anlauf für eine Erweiterung gemacht“, erinnerte sich Ulf Walliczek bei seiner kurzen Ansprache. Erst sei es um eine Aufstockung gegangen, aus dem Gemeinderat sei dann die Idee mit dem Grundstück gekommen. Die Planungen änderten sich immer wieder. 2016 verstarb Dieter Walliczek – das war ein schwerer Rückschlag für das Projekt.

Sohn Ulf sieht in der Dauer, die das Vorhaben benötigte, heute auch einen positiven Reifeeffekt. „Das war gut, weil sich das Projekt gestaltet hat.“ Er dankte allen Beteiligten, darunter die Mitgesellschafter Familie Epp, Architekt Rasso von Rebay, die Heimaufsicht Starnberg und natürlich sein Team. „Wir machen das auch für euch – wir wollen euch Perspektiven bieten.“ Und er lobte die Behörden.

Christoph Drewes vom Seefelder Bauamt verriet am Rande, dass in diesem Fall das Landratsamt Starnberg den für einen Sonderbau erforderlichen Wust an Auflagen binnen kürzester Zeit durchgearbeitet habe. „Das war eine sehr große Hilfe für das Projekt.“ Bürgermeister Wolfram Gum bemerkte trocken, der Bau der Wohnanlage habe „schon sehr am Nerv gesägt“. Umso glücklicher sei er, dass sich mit Walliczek ein Investor gefunden habe, der dieses „Thema der Zukunft“ in die Hand nehmen würde. Noch dazu, weil es sich beim Bauherren um eine Familie handele, „die wir kennen“.

Geplant ist eine Tagespflegeeinrichtung mit 17 Plätzen, zwei Demenz-Wohngemeinschaften für acht und neun Besucher, 26 Pflegeappartements für Paare und Alleinstehende sowie eine Gartenanlage. Die Bodenarbeiten sollen Ende Mai abgeschlossen sein. Drewes sprach von insgesamt 400 Lkw, die den Aushub mit Rücksicht auf die Bewohner der Mühlbachstraße über die Staatsstraße 2068 nach Hochstadt fahren würden. Ende des Jahres soll der Rohbau stehen, Ende 2020 sollen die Bewohner einziehen können.  

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