Um diesen Acker in der Gemeinde Seefeld geht es. Die schraffierten Flächen kennzeichnen Abstandsflächen zu Aubach, Eichenallee und Kastanienallee, zum großen Teil FFH-Flächen. 

GEWERBEGEBIET

Vorschlag mit großer Reichweite

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Der Vorschlag von TQ-Systems-Chef Detlef Schneider, auf einem 15 Hektar großen Acker an der Eichenallee nahe Gut Delling ein Gewerbegebiet zu entwickeln (wir berichteten), schlägt in der Gemeinde Seefeld und darüber hinaus Wellen.

Seefeld – Der Vorschlag von TQ-Systems-Chef Detlef Schneider, auf einem 15 Hektar großen Acker an der Eichenallee nahe Gut Delling ein Gewerbegebiet zu entwickeln (wir berichteten), schlägt in der Gemeinde Seefeld und darüber hinaus Wellen. Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum schnitt das Thema jeweils auf den Bürgerversammlungen in Drößling und Meiling am Mittwoch und am Donnerstag an. In Drößling reagierte ein großer Teil der gut 30 Zuhörer positiv und applaudierte. Vor allem die Anbindung erschien den Bürgern ideal. In Meiling kamen im Zusammenhang mit dem Schneider-Vorschlag auch Planungen aus den 80er-Jahren zur Sprache. Damals hatte auf Gut Delling Wohnungsbau entstehen sollen. „Das war damals nicht lukrativ“, erinnert sich Gum. Nach anfänglicher Vorsicht zum Thema Gewerbe auf Gut Delling sagte er in Meiling offen: „Je länger man darüber nachdenkt, desto vernünftiger scheint es.“

„Wenn jemand wie Herr Schneider so einen Vorschlag macht, muss man sich damit ernsthaft auseinandersetzen“, befand FDP-Gemeinderat Dr. Oswald Gasser am Donnerstagabend bei der FDP-Aufstellungsversammlung. „Wir müssen das sachlich angehen und uns dann eine Meinung bilden.“ Er habe auch schon mit dem Gutsverwalter von Gut Delling gesprochen. Dieser habe angedeutet, dass es sich ökologisch nicht um eine wertvolle Fläche handele. „Leben tut dort nichts mehr.“

Bei der Bürgerversammlung in Wörthsee nahm Dirk Marsen, Ehrenvorsitzender des SC Wörthsee, den Faden auf. Die Seefelder wollten Gewerbeflächen in das Aubachtal ausdehnen. „Das finde ich elend schade“, sagte er und appellierte an Bürgermeisterin Christel Muggenthal, Stellung zu beziehen und festzustellen, „dass wir das nicht gut finden“. Dafür erhielt er Applaus. „Das Projekt ist an der Stelle richtig, wo die Bürger entscheiden, also im Ortsentwicklungsplan“, antwortete die Bürgermeisterin. „Ich denke aber auch, es wäre jammerschade.“ 

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