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Biologieunterricht im Grünen: Claudia Dahlem (r.) erklärt den Kindern der 4b, wie eine Eiche aufgebaut ist, wie alt sie werden kann und vieles mehr. 

Eichenallee Seefeld

Eichenallee als Unterrichtsprojekt

So macht Unterricht besonders Spaß: Seefelds Viertklässler erkunden in diesen Wochen mit dem Rad die Eichenallee. 

Seefeld – Mit dem Rad sind in diesen Wochen die Viertklässler der Grundschule am Pilsensee unterwegs. Ihr Ausflugs-, oder besser Studienziel ist die Eichenallee. Seit 2014 organisiert der Arbeitskreis Ortsbild/Ortentwicklung der lokalen Agenda gemeinsam mit den Lehrkräften diese Unternehmung. Den Kindern sollen die Schönheit und der Wert der Allee erklärt werden.

„Eichenzeit“ hat die Agenda die Radtour entlang der Eichenallee genannt, die eine der längsten und schönsten ihrer Art in Europa ist. Die insgesamt drei Klassen sind jeweils einen ganzen Vormittag unterwegs – gemeinsam mit ihren Klassenleiterinen und Mitgliedern der Agenda.

Nach einer kurzen Einführung im Klassenzimmer geht es an der Allee entlang zur ersten Station, der Brücke im Aubachtal. Für den roten Faden und ein bisschen Spannung sorgt die Geschichte „Oma Gudruns Eiche“ von Anette Ramsvik. Die Kinder lernen, dass die Allee ab 1770 von dem Grafen Anton Clemens von Toerring vor allem als Wirtschaftsweg und zur Entwässerung der Felder angelegt wurde, und zwar von Schloss Seefeld zur Hofmark Delling und weiter zur Schwaige Ettenhofen führend. Das Alter der Allee schätzen Experten auf rund 250 Jahre. Wenige Meter weiter, am Zollschuster, legt die Schar erneut eine Pause ein. Nun geht es um die Pflege der Allee: Dafür ist das Staatliche Bauamt Weilheim zuständig. Es muss auch für die Verkehrssicherheitspflicht sorgen. Das heißt, dass nicht mehr standsichere Bäume gefällt, morsche Äste herausgeschnitten werden müssen. Die Allee ist wesentlicher Bestandteil des FFH-Gebiets „Eichenalleen und Wälder um Meiling und Weßling, also Teil eines europaweiten, von der EU geschützten Netzes von Lebensräumen.

Bei einer Brotzeitpause in Gut Delling schließlich erklären Conny Gentz und Claudia Dahlem von der Agenda, wann Eichen blühen, wie alt sie werden können und welche Tiere in ihnen leben. Zum Schluss darf natürlich auch gebastelt werden: Mit großem Vergnügen formen die Kinder aus Salzteig Baumgesichter, bevor es dann gemeinsam an der Schuleiche vorbei ins Schulhaus geht. Dort gibt es dann noch einen kleinen Quiz-Bogen zum Nachbearbeiten. „Das ist ein sehr schönes Projekt, mit dem wir alle Seefelder Kinder erreichen“, freut sich Agenda-Sprecherin Ildiko Gaal-Baier.

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