Brand an Zugstrecke: S-Bahn-Verkehr steht still - erster Alarm lässt zahlreiche Sanitäter ausrücken

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Seefelder Doppelspitze: Bereitschaftsleiterin Melanie Barth (l.) und ihre Vertreterin Marion Mulzer. 

BRK-Bereitschaft in Seefeld

Kleines Team, große Bereitschaft

Seefeld  - Die BRK-Bereitschaft in Seefeld zählt etwa 40 Mitglieder. 22 davon sind Einsatzkräfte, die in ganz Bayern helfen. 

Das vergangene Jahr hat der BRK-Bereitschaft Seefeld einiges abverlangt. Im Dezember rückten fünf Freiwillige schließlich noch zu einem 23-Stunden-Einsatz als Zugbegleiter für Flüchtlinge aus. „Das war anstrengend, aber auch super, weil alles gutgegangen ist“, berichtet Pressebeauftragte Sandra Rothhaar. 

Absicherungen von Veranstaltungen, der G7-Gipfel in München oder die Flüchtlingskrise – mehr als 690 Stunden lang waren die 22 aktiven Mitglieder der Bereitschaft allein für Absicherungen im Einsatz. Bis in die Allianz-Arena reisten die Freiwilligen um Melanie Barth, die gemeinsam mit Marion Mulzer eine weibliche Doppelspitze bildet in Seefeld – „was eher die Ausnahme ist“, wie Sandra Rothhaar bestätigt. In der Arena konnten sie zwar auch Championsleaguefußball schauen, waren zugleich aber für die medizinische Notfallversorgung von zum Teil mehreren tausend Besuchern verantwortlich. An Bedeutung gewann 2015 der Betreuungsdienst. 615 Stunden arbeiteten die Seefelder in und außerhalb des Landkreises in Notunterkünften für Flüchtlinge. Unter anderem richteten sie eine Zeltstadt ein, wuchteten unzählige Betten, Schränke, Tische und Stühle von Lkw-Ladeflächen und verteilten sie in Wohn- und Schlafbereichen. 

Dann kam der August. Zehntausende Flüchtlinge waren in München zu versorgen. „Aus ganz Bayern reisten die Bereitschaften an, wir haben in Zwölf-Stunden-Schichten gearbeitet“, berichtet Sandra Rothhaar. Entweder versorgten sie die Füchtlinge medizinisch, oder aber sie kümmerten sich um die Unterbringung. „Das war unglaublich belastend. Aber auch schön, weil die Menschen dankbar waren.“ Bei der Zugbegleitung im Dezember hatten die Seefelder gemeinsam mit einem Kollegen aus Tutzing und den Zugbegleitern 300 Flüchtlinge zu versorgen, darunter etwa 30 Babys. Vom Süden Bayerns aus ging es quer durch das Bundesgebiet. 

Gefordert waren auch die Helfer vor Ort. Insgesamt rückten sie 224 mal zu Einsätzen aus. „Das ist schon erwähnenswert“, sagt Sandra Rothhaar, „2014 waren es noch 149 Einsätze“. Um bei Einsätzen und Absicherungen immer auf höchstem Niveau arbeiten zu können, absolvieren die Mitglieder der BRK-Bereitschaft regelmäßig Aus- und Fortbildungen. An 22 Bereitschaftsabenden erhielten sie Einblicke in die unterschiedlichsten Themenbereiche, wie zum Beispiel in den Verpflegungsdienst und die psychologische Betreuung von Betroffenen. Außerdem besuchten die Einsatzkräfte 23 externe Lehrgänge, zum Beispiel in den Bereichen Betreuungsdienst, Technik und Sicherheit sowie Information und Kommunikation. 

Trotz der Anforderungen halten viele Mitarbeiter dem BRK in Seefeld die Treue. Auf eine besonders lange Dienstzeit blickt Helmut Führer zurück – er engagierte sich schon als Jugendlicher bei der Seefelder Bereitschaft und ist mittlerweile seit 55 Jahren dabei. Wer mitmachen möchte beim BRK, das in Seefeld insgesamt etwa 40 Mitglieder zählt, kann eine E-Mail schreiben an bereitschaftsleitung@brk-seefeld.de

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