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Der Rohbau des Seniorenwohnheims mit Tagespflege ist fertig. Auf der linken Seite der Fläche, an der Hedwigstraße, beginnen im Sommer die Bauarbeiten für das Projekt der Maro-Genossenschaft.

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Seniorenheim und Wohnprojekt in Seefeld: Ein Baubeginn naht, ein Rohbau steht

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Binnen weniger Monate ist auf der Fläche zwischen Ulrich-Haid- und Hedwigstraße in Oberalting-Seefeld der Rohbau für ein neues Seniorenwohnheim in die Höhe geschossen. Einige Meter weiter, an der Hedwigstraße, beginnen im Sommer die Bauarbeiten für das genossenschaftliche Wohnprojekt der Maro-Genossenschaft.

Seefeld – Maro steht für „Miteinander, aber richtig organisiert“. Was das im Einzelnen bedeutet, das erfahren Interessierte am Donnerstag, 23. Januar, und am Mittwoch, 29. Januar, jeweils ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Technologieparks Seefeld (Am Technologiepark 16). Die Wohnanlage der Maro entsteht neben dem Kinderhaus St. Hedwig. Geplant sind in zwei Gebäuden 22 barrierefreie Mietwohnungen in unterschiedlicher Größe und für alle Generationen, sowie große Gemeinschaftsflächen. Über die Hälfte der Appartements bezuschusst der Landkreis als Förderwohnungen. Bei der Vergabe bevorzugt die Maro aufgrund ihrer Richtlinien Bürger mit Ortsbezug zu Seefeld.

Beim genossenschaftlichen Zusammenwohnen haben die Bewohner ein Mitspracherecht und einen Entscheidungsspielraum bei der Bewirtschaftung des Hauses und der Gestaltung der Außenanlagen sowie der Gemeinschaftsflächen, die auch ein Gästeappartement beinhalten. „Die Maro-Genossenschaft fördert selbstbestimmtes, nachbarschaftliches Wohnen. Dies gelingt, wenn die Bewohner eine gute Hausgemeinschaft bilden“, erklärt Projektleiter Ralf Schmid in einer Pressemitteilung. Er wird auch an den Informationsabenden dabei sein.

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„Die Bildung einer guten Hausgemeinschaft beginnt schon ein, zwei Jahre vor dem Einzug und wird von der Maro- Genossenschaft begleitet“, so Schmid. Bei regelmäßigen Treffen bearbeiten die zukünftigen Bewohner alle relevanten Themen. „In der Praxis übernehmen Bewohner Hausmeisterarbeiten und senken damit ihre monatlichen Betriebskosten“, betont Schmid. Wer in ein Mehrgenerationenhaus ziehe, treffe auch die Entscheidung als Teil der Bewohnergruppe einen Beitrag „für ein zukunftsweisendes, gutes Miteinander zu leisten, Verantwortung zu übernehmen und Zusammenhalt vorzuleben“. Alle Mieter seien zugleich Eigentümer und damit für die Qualität und den Erhalt des Wohnbestands verantwortlich.

Die Maro wurde 2012 gegründet und hat ihren Sitz in Ohlstadt. Sie unterhält rund 70 Wohneinheiten an vier Standorten. Zu den rund 1000 Mitgliedern zählen die Gemeinde Seefeld und sechs weitere Gemeinden. Die Realisierung von Wohnraum als Gemeingut steht im Vordergrund, die Maro arbeitet nicht gewinnorientiert.

Lange vor dem Maro-Projekt wird das neue Pflegeheim von Ulf Walliczek bezugsfertig sein. „Wir sind eineinhalb Monate weiter, als geplant“, sagte Walliczek gestern. Er betreibt auch das Stammhaus, das Seniorenstift Pilsensee an der Seefelder Hauptstraße, das vor mehr als 35 Jahren von seinem Vater Dieter gebaut wurde. Walliczek rechnet damit, dass Ende 2020, Anfang 2021 die ersten Bewohner in den Neubau einziehen können. Die in einem zweiten, kleineren Gebäude geplante Tagespflege könnte noch früher fertig sein. Auch im Stammhaus sind noch Umbauten geplant.

Der Rohbau für Pflegeheim und Tagespflege ist fertig

Der Rohbau für Pflegeheim und Tagespflege ist mittlerweile fertig. „Als nächstes sind die Rohinstallationen dran wie Verkabelung und so weiter“, sagt Walliczek. Anfang Februar bereits kommen die Fenster. „Dann geht’s mit Estrich, Fußbodenheizung und auch Verputz weiter.“ In dem Gebäude sei extrem viel Technik untergebracht, so Walliczek. Die zukünftigen Bewohner sollen nach Wunsch auch auf „Smart-Home“-Funktionen für ihre Appartements zurückgreifen können. Geplant sind neben dem Seniorenwohnen für Ehepaare und der Tagespflege auch Demenz-Wohngemeinschaften. Walliczek setzt auf ein hochmodernes Konzept. „Oft geben Senioren im Rahmen von all-inklusive alle Kompetenzen ab“, kritisiert er. Jetzt schon gebe es Voranfragen für das neue Pflegeheim. „Bei einer Informationsveranstaltung Anfang April werden wir konkreter werden, auch was die Kosten angeht.“

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