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Um besser auf die stark befahrene Eichenallee auffahren zu können, wünschen sich die Meilinger eine Ampel - seit mehreren Jahren. 

Ortsteilversammlungen Unering und Meiling

Eine Ampel, Tempo  30 und ein Radweg

Bei den Ortsteilversammlungen in Unering und Meiling haben die Bürger vor allem Verkehrsprobleme beklagt. An diesen wird sich so bald nichts ändern.

Meiling/Unering– Seit Jahren geht es in der Ortsteilversammlung in Meiling um eine Ampel an der Staatsstraße. Auch heuer beklagten die Meilinger bei der Gesprächsrunde mit Bürgermeister Wolfram Gum im Feuerwehrhaus erneut, dass das Linksabbiegen in Anbetracht des ständig zunehmenden Verkehrs immer schwerer werde. Das Thema schwelt seit mehr als zehn Jahren.

Vier Ortsteilversammlungen hält Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum jedes Jahr ab. Er wiederholt stets seinen Rechenschaftsbericht, dann haben die Bürger das Wort. Der Umbau der Seefelder Klinik war auch in Meiling ein Thema. „Aber ich habe mit den Mitgliedern der Eichenallee Stillschweigen vereinbart“, sagte Gum und beließ es bei einem nüchternen „Die Baustelle wird Seefeld beschäftigen“. Wie berichtet, hatte er sich bei der Versammlung in Seefeld und auch in Hechendorf sehr skeptisch über die Planung geäußert. Die Bürgerinitiative Eichenallee, auf deren Druck ein Neubau auf Flächen nahe der Allee gestoppt worden war, hatte ihn dafür kritisiert.

Die Meilinger interessierte das Thema Krankenhaus ohnehin nicht sehr. Sie wollten eher wissen, ob sich denn mal jemand über die höheren Beförderungskosten Gedanken gemacht habe, die der Bau eines Gymnasiums im Herrschinger Mühlfeld mit sich brächte. „Das ist zu weit weg von der S-Bahn, sie müssen gefahren werden – aber wer bezahlt das?“, wollte ein Zuhörer wissen. Kritik äußerte die Runde – 24 Meilinger waren ins Feuerwehrhaus gekommen – am Busverkehr durch den Ort, der erheblich zugenommen habe. „Früher war hier Ruhe, jetzt fahren die Busse rauf und runter, alle zehn Minuten“, beschwerte sich Michael Ludwig. Ein weiterer Zuhörer beklagte, dass die Busse den Fahrgästen regelmäßig „vor der Nase“ davonfahren würden.

Alles Kritikpunkte, an denen Gum wenig zu rütteln wusste. Dem Thema Ampel an der Staatsstraße allerdings wollte er sich dann doch noch mal widmen. „Die braucht es wirklich“, sagte er. „Was mir stinkt ist, dass man das sagt und sagt und sagt – und nichts passiert“, ärgerte sich der Meilinger Franz Sanktjohanser. Ursprünglich hatte das Staatliche Bauamt Weilheim die Entwicklung des Verkehrs auf der Staatsstraße 2068 von Weßling über Seefeld nach Herrsching abwarten wollen. „Aber gehört habe ich da nichts mehr“, sagte Gum. „Wir werden es noch mal probieren.“

Die letzte Verkehrszählung für den Bereich wurde 2015 vorgenommen und ergab 14 281 Fahrzeuge binnen 24 Stunden. Die nächste Zählung ist grundsätzlich erst 2020 vorgesehen, es sei denn, die Gemeinde Seefeld beantragt beim Landratsamt den Bau einer Ampel. „Dann könnte eine Sonderzählung angefordert werden. Das machen wir öfters“, sagte gestern Rainer Pittrich vom Staatlichen Bauamt in Weilheim.

Etwa 35 Bürger nahmen schließlich an der letzten Ortsteilversammlung  in Unering teil. Sie wünschen sich Tempo 30 auf ihrer Durchfahrtsstraße am Weiher vorbei. Und einen Radweg zwischen Unering und Hochstadt. „Da haken wir nach“, versprach Bauamtschefin Imke Friedrich. Die Planung dafür gibt es längst: Sie schmort seit einigen Jahren in der Schublade, weil die Grundstücksverhandlungen in dem Bereich ins Stocken geraten sind.

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