Freiwillige Feuerwehr Unering

Uneringer feiern ihre Feuerwehr

Unering - Die Freiwillige Feuerwehr in Unering wird heuer 125 Jahre alt. Ein Grund, ordentlich zu feiern. 

Der kleine Seefelder Ortsteil Unering macht mit vielen Veranstaltungen immer wieder von sich reden. Hinter den meisten Festivitäten steckt eine höchst aktive Freiwillige Feuerwehr. In diesem Jahr feiert diese ihren 125. Geburtstag. 

Einer der ersten Einträge über die Uneringer Feuerwehr in der Statistik des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes vor etwa 125 Jahren liest sich recht pragmatisch: „Bei der Gründung der Wehr ist vorhanden: vier Feuerwehrsteiger, vier Ordnungsmänner, 18 Spitzenmänner unter dem Vorstand Josef Delllinger, eine kleine Saug- und Druckspritze mit 30 Meter Schläuchen und eine Leiter, tragbar.“ Heute zählt die Uneringer Feuerwehr 60 Mitglieder. Bei einer Einwohnerzahl von knapp 400 Bürgern ist das eine überproportional hohe Zahl. Kein Wunder also, dass Unerings Dorfleben vor allem von diesem sehr munteren Verein bestimmt wird. 

Zurück in die Vergangenheit: Im April 1934 enden die regelmäßigen Eintragungen im Stammlistenbuch, das seit Mai 1891 geführt wird. Erst 1960 geht es wieder los mit der Uneringer Feuerwehr, über die Zeit dazwischen liegen keine Informationen vor. 1961 wird die erste Zapfwellenlöschpumpe angeschafft. „Über eine Oberaltinger Firma und den damaligen Kreisbrandrat Oskar Kinzinger erhielten wir 1966 das erste Fahrzeug“, hat der Uneringer Hermann Mörtl recherchiert. „Es war ein alter VW-Bus mit feuerwehrtechnischer Ausstattung aus dem Bergwerk in Penzberg.“ Im gleichen Jahr legten die ersten zwei Gruppen Leistungsabzeichen ab. Der Feuerwehrverein wurde schließlich im Januar 1973 von 16 Männern gegründet. 1978 feierten die Feuerwehrler drei Tage lang ihre erste Fahnenweihe. 

Die Almarausch Schützen und die Feuerwehr waren in Unering immer schon eng verstrickt. Viele Schützen sind bei der Feuerwehr, Feuerwehrler bei den Schützen – das ist bis heute so. Die Unterbringung der Vereine allerdings ließ damals zu wünschen übrig. 1988 entstand der Gedanke, ein gemeinsames Haus zu bauen. 1990 schon konnten die Vereine in ihr neues Domizil am Weiher einziehen – errichtet mit Unterstützung der Gemeinde, aber vor allem durch viel Eigenleistung. Der Fahrzeugbestand wurde weiter ausgebaut, immer waren die Uneringer mit vielen eigenem Einsatz an den Anschaffungen beteiligt. 

Großgeschrieben wird auch die Jugendarbeit. 38 Jugendliche wurden in den 30 Jahren seit Bestehen der Jugendfeuerwehr ausgebildet, schon zweimal trugen die Uneringer den Kreisjugendwettbewerb aus, seit 1955 nimmt der Nachwuchs regelmäßig an den Wettbewerben teil. „Für ihr Engagement erhielten sie 2006 eine eigene Standarte“, sagt Mörtl anerkennend. 

Dass der 125. Geburtstag nun gebührend gefeiert wird, ist eine ganz klare Sache.Vom 17.bis 19. Juni laden die Verantwortlichen zu den Uneringer Festtagen ein. Den Auftakt macht das Bulldogtreffen am Freitag, 17. Juni, 18 Uhr, im Vorfeld der Sonnwendfeier. Am Samstag, 18. Juni, findet in der Festhalle ein Abend nach dem Motto „Bairisch, gmütlich, guad“ statt, es spielt die Band „Da Blechhauffa“. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Sonntag steht im Zeichen des Jubiläums. Um 8 Uhr beginnt ein Empfang der Vereine, um 10 Uhr folgt ein Festgottesdienst mit anschließendem Festumzug. Danach sind ein gemeinsames Mittagessen, nachmittags Kaffee und Kuchen geplant. „Wir freuen uns über regen Zuspruch“, sagt Hermann Mörtl.

hvp

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