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Der Vorstand des Kulturvereins: (v.l.) Dr. Harald Müller, Monika von Heeg, Wolfgang Niemann, Dr. Brigitte Altenberger, Dr. Georg Strasser und Sabine Spielmann. 

Kultur im Schloss Seefeld

Verein wieder unter vollen Segeln

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28 Veranstaltungen, Schul- und Benefizkonzerte sowie 2400 verkaufte Karten: Nach einem unruhigen Jahr 2016 ist der Verein Kultur in Schloss Seefeld wieder unter vollen Segeln und mit viel Wind unterwegs.

Seefeld – Diesen Eindruck vermittelte Vorstand Dr. Georg Strasser bei der Jahresversammlung am Mittwochabend im Bräustüberl. Auch die Sorge, Seefelds zweiter Kulturverein Räsonanz könnte dem etablierten Verein das Wasser abgraben, hat sich nicht bestätigt – im Gegenteil.

„Die diversen Veranstaltungen waren meist sehr gut besucht, viele waren ausverkauft“, berichtete Strasser. Als Höhepunkte bezeichnete Strasser die Auftritte des Pianisten Dennis Proshayef und des „Duo d’accord“, das sich auf zwei Flügeln präsentierte. Auch die erste szenische Lesung, ein Versuch sozusagen, sei erfolgreich gewesen und wird wiederholt. Gut laufen auch die Kinder- und Schulveranstaltungen. Mit dem neuen Ressort „etcetera“ will der Verein in Zukunft auch auf Angebote reagieren, die in keins seiner regulären Ressorts passen. „Wir wollen so Ideen und Gelegenheiten aufgreifen“, sagte Strasser.

Während das Publikum das Angebot genoss, plagte man sich intern allerdings mit personellen Fragen. Der Vorstand musste neu besetzt werden, die langjährige Chefin Dorothee Ziriakus ging, und dazu kam noch die Vereinsgründung von Räsonanz. Doch es ging alles gut, und Strasser bedankte sich beim ganzen Team, dass sich heute aus Dr. Brigitte Altenberger (Strassers Stellvertreterin), Dr. Harald Müller (2. Stellvertreter), Schriftführer Wolfgang Niemann, Beisitzerin Sabine Spielmann und Kassier Monika von Heeg zusammensetzt.

Sehr offene Worte fand Strasser für das Verhältnis zum Kulturverein Räsonanz. „Er ist ohne Zweifel eine Bereicherung für das kulturelle Leben“, sagte er. Kulturfreunden biete er die Gelegenheit, sich für ihre Kultur vor Ort zu engagieren. „Als Folge haben eine Reihe von Veranstaltungen stattgefunden, die wir auf gar keinen Fall in unserem Verein hätten schaffen können.“ Im Großen und Ganzen schwiegen mittlerweile auch die Kritiker. „Räsonanz ist erst kurz auf dem Markt, der Verein muss sich entwickeln und wir müssen das freundlich begleiten, so ist unsere Haltung“, befand Strasser.

Gut bestellt ist es um die Finanzen. Dr. Brigitte Altenberger hatte das Ressort bis zur Wahl von Monika von Heeg am Mittwoch kommissarisch übernommen. Das aktuelle Vereinsvermögen betrug am 31. Dezember vergangenen Jahres 42 873 Euro. An Eintritt nahm der Verein 28 840 Euro ein – und bezahlte 28 912 Euro an Gagen. Die Jahresbeiträge der 64 Mitglieder lassen 1770 Euro in der Kasse klingeln, 1775 Euro kamen über Spenden hinzu. Zuschüsse gibt es vom Bezirk Oberbayern, dem Landkreis sowie der Gemeinde Seefeld.

Mittlerweile gibt es Kultur in Schloss Seefeld seit mehr als 20 Jahren. „Wir sind gut im Geschäft“, sagte Strasser. Ein kleines Problem gibt es dann aber doch, denn der Vorstand braucht Verstärkung: „Wir suchen eine Menge neuer Leute, die uns helfen.“

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