Kunststall-Initiatoren: Caroline Weiss und Fritz Hirsch.
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Kunststall-Initiatoren: Caroline Weiss und Fritz Hirsch.

Sieben Künstler aus dem Landkreis rufen die ersten Drößlinger Kunsttage aus

Vielseitiges Schaffen im Kunststall

  • Hanna von Prittwitz
    VonHanna von Prittwitz
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Pandemiebedingt herrschte lange Ruhe, doch nun geht es wieder aufwärts mit der Kunst, und das hoffentlich auf lange Sicht: Im sogenannten Kunststall in Drößling (Höhenbergstraße 1) finden im September im Rahmen des Kulturprojekts Kunstrausch in Herrsching (wir berichteten) die ersten Drößlinger Kunsttage statt.

Drößling - An den Wochenenden 18. und 19. sowie 24./25. und 26. September stellen im Kunststall sieben Künstlerinnen und Künstler aus dem Fünfseenland aus. Unter ihnen Organisatorin Caroline Weiss.

Caroline Weiss ist in München geboren und in Grünwald aufgewachsen, heute lebt sie in Frieding. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und arbeitet als freischaffenden Künstlerin, Dozentin und Sängerin. Seit zwei Jahren hat sie ihr Atelier in der vor einigen Jahren schon ausgebauten Scheune der Familie Wagner an der Höhenbergstraße in Drößling. „Das ist ein ganz toller Ort“, schwärmt sie. In dem einstigen Kuhstall ist Platz für viel Kunst und Kultur entstanden – und eine richtige Künstlergemeinschaft. „Aber der Kunststall ist gar nicht so bekannt“, sagt Weiss. „Die Leute fahren hier jeden Tag vorbei und wissen gar nicht, dass es ihn gibt.“ Dabei fand vor einigen Jahren schon mal eine Gemeinschaftsausstellung in der ehemaligen Scheune statt. Dann schliefen offizielle Aktivitäten wieder ein. Die Corona-Pandemie verpasste möglichen Bestrebungen, neue Projekte zu initiieren, einen weiteren Dämpfer. Das will Weiss nun ändern. Sie rief gemeinsam mit ihren Mitstreitern in dem „Kunststall“ die ersten Drößlinger Kunsttage aus.

Neben Weiss haben in der Scheune Dietrich Zorn aus Gauting, Frauke Maizet aus Schlagenhofen, Gabi Martis aus Herrsching und Felix Flesche aus Weßling Ateliers. Der Friedinger Fotograf Jo Schmidt ist ebenfalls vertreten, beteiligt sich jedoch aus zeitlichen Gründen nicht an dem Projekt. Zu Gast ist bei den Kunsttagen indessen Fritz Hirsch aus Unterbrunn, ein alter Freund von Weiss. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg und zeigt neben seinen Arbeiten Werke seines 2008 verstorbenen Vaters Friedrich Hirsch, der auch Träger des Günther-Klinge-Kulturpreises war.

Frauke Maizet lernte bei der Künstlerin Juschi Bannaski in Berg, ihre Bilder sind von den jährlichen Ausstellungen der Kunstfreunde Wörthsee bekannt. Gabi Martis erfüllte sich mit dem Atelier den Jugendtraum, „freischaffende Künstlerin“ zu sein. Dietrich Zorn malt seit 30 Jahren, ist aber eigentlich Diplomingenieur. Und Felix Flesche setzt sich seit seinem Abitur intensiv mit der Bildhauerei auseinander und arbeitet auch als Architekt. So unterschiedlich wie die Künstler, so vielseitig die Ausstellung: Neben Mischtechniken und Collagen aus Acryl und Experimenten mit Farben sind Metallprägetechniken und Zeichnungen zu sehen. Dazu kommen die Bildhauerarbeiten von Flesche und Hirsch. „Alle sind sehr ambitioniert“, freut sich Weiss.

Der Kunststall

in Drößling (Höhenbergstraße 1) ist am Samstag, 18. September, von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag, 19. September, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Am Freitag, 24. September, öffnen die Ateliers von 15 bis 20 Uhr, am Samstag, 25. September, von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag, 26. September, von 11 bis 18 Uhr.

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