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Die freie Fläche vor der Asylunterkunft am Oberfeld soll der neue Standort des Feuerwehrgerätehauses in Hechendorf werden.

Feuerwehrgerätehaus Hechendorf

Ein Stellplatz mehr – Baustandard dafür runter

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Das neue Feuerwehrhaus in Hechendorf soll nun doch vier Stellplätze bekommen. Um den Kostenrahmen einzuhalten, nimmt die Gemeinde im Gegenzug Abstriche bei den Baustandards in Kauf. Auch der TSV soll vom Projekt profitieren.

Hechendorf – Wer in Hechendorf baut, kennt die Schwierigkeiten. Der Boden ist oft sandig oder moorig und als Baugrund denkbar schlecht geeignet. Genau vor diesem Problem steht auch die Gemeinde Seefeld mit Blick auf das am Oberfeld geplante neue Feuerwehrgerätehaus. Die Folgen sind gravierend: „Wir müssen auf fast dem gesamten Gelände einen Bodenaustausch vornehmen“, sagte Dr. Gerd Schnitzler, Vorstand des gemeindeeigenen Unternehmens SeeKU, am Dienstagabend im Gemeinderat.

„Grob geschätzt“ würden dafür 350 000 Euro fällig. Ein ordentlicher Brocken, der nun auf die Baukosten von 2,2 Millionen Euro noch draufkommt.

Unabhängig vom Baugrund ist es Schnitzler und seinen Planern gelungen, einen großen Wunsch der Feuerwehr zu erfüllen: einen vierten Stellplatz. In der vorgeschlagenen und vom Gemeinderat einstimmig abgesegneten Entwurfsvariante ist dieser Platz für einen Mannschaftstransportwagen enthalten – und das ohne Kostenerhöhung.

Das Raumprogramm sei in der aktuellen Variante gegenüber ursprünglichen Plänen reduziert, das Verwaltungsgebäude dadurch um drei Meter kürzer geworden, erklärte Schnitzler. „Und wir reduzieren den Baustandard laut DIN von maximal auf mittel.“ Das bringe Einsparungen bis zu 200 000 Euro – also in etwa die Summe, die der vierte Stellplatz zusätzlich kostet. Und es seien noch weitere Einsparpotenziale möglich, beispielsweise was Größe und Ausstattung des Kellers anbelange oder auch der Einbau eines Lasten- statt eines Personenaufzugs.

Die Planung sieht nun ein 11,50 mal 22,50 Meter großes Verwaltungsgebäude vor mit 60 Umkleiden, Werkstatt, Sanitäreinrichtungen und Duschen im Erdgeschoss sowie Bereitschaftsraum/Küche, Büro, Lager und Schulungsraum für etwa 50 Teilnehmer im Obergeschoss. Die Fahrzeughalle mit den vier Stellplätzen grenzt im rechten Winkel an das Gebäude an. Unterkellert wird nur der Verwaltungsbau – dort ist neben Stauraum für die Feuerwehr dann auch Platz für Lagerräume des TSV Hechendorf.

„Es erscheint mir sehr sinnvoll, den TSV dort aufzunehmen“, sagte Bürgermeister Wolfram Gum mit Blick auf das am Oberfeld geplante Kleinfeld für den Sportverein. Ein eigenes Gebäude am Sportplatz zu errichten, koste schnell 200 000 Euro, rechnete Schnitzler vor – deutlich teurer also als die Variante im Feuerwehrhaus.

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