+
Das sind fleißige und treue Wasserwachtler am Pilsensee (hi.v.l.): Maximilian Bäumker, Maximilian Jost, Tim Schwarzer, Manuela Wunderl, Tom Schwarzer, Matthias Endlicher, Alfons Mayr, Ingo Cada, Vorsitzende Susanne Breuer, Robert Kadhimi, Ludwig Zitzelsberger sowie (vo.v.l.) Tessa Sieverts, Katharina Hilgenstock und Vanessa Wüst. 

Wasserwacht

Helfer hoffen auf weitere Finanzspritze

Die Wasserwacht Pilsensee freut sich über ihr neues Haus und hofft nun auf Unterstützung für Möbel und Außenanlagen. Das Jahr 2017 verlief positiv.

Drößling – Die beste Nachricht bei der Jahresversammlung der Wasserwacht Pilsensee am Freitag in der Drößlinger Pizzeria war ohne Frage das neue Vereinshaus. Mit der größeren Umkleide, dem Erste-Hilfe-Saal, dem langersehnten Jugendraum und dem Bereich, in dem die Ausrüstung trocken und greifbar lagert, erfüllte sich für die 47 Aktiven, die 23 Jugendmitglieder und auch die 126 passiven Mitglieder ein acht Jahre alter Traum. 250 000 Euro kostete der Neubau – und 55 000 Euro sind für den Innenausbau und die Außenanlagen veranschlagt.

Die Kasse weise aus gegebenem Anlass mit exakt 478 Euro eine schwarze Null auf, verkündete Susanne Breuer. Für Einrichtung und Außenanlagen benötige die Wasserwacht noch etwas Unterstützung, sagte die Vorsitzende mit einem vielsagenden Blick in Richtung Vizebürgermeister Josef Schneider. Wirklich fertig werde so ein Projekt nie, warfen Mitglieder der anwesenden Feldafinger Ortsgruppe ein, deren Haus nach fast acht Jahren „wieder vor der Sanierung“ stehe, wie Kreiswasserwacht-Chef Markus Schmolz feixte.

„Eine Station wie diese hätten alle gerne“, freute sich Kreisverband-Vizechef Albert Luppart mit den Pilsenseern. Sie hatten 2000 Stunden ihrer Freizeit in den Bau gesteckt. Wache schoben sie mit 4002 Stunden doppelt so viel. Ausbildungsstunden und Vorstandsarbeit rechneten sie gar nicht erst aus.

Ein Ehrenamt kostet eben Zeit – und um den Jungen ihre Freude daran zu bewahren, hatte die 2017 neu gewählte Vorstandschaft das Projekt „Wasserwacht Pilsensee 2021“ ins Leben gerufen. Ausschlaggebend waren die drei 16-Jährigen, die altersbedingt zu den Aktiven wechselten – und damit aus versicherungstechnischen Gründen noch zu jung für gewisse Einsätze, aber zu alt für die umtriebige Jugendgruppe sind. Das Gesicht des Projekts ist Manuela Wunderl. Die stellvertretende Vorsitzende hofft, mit Übungen und einem eigenen Ausbilderteam die Übergangszeit erfolgreich zu überbrücken, bis die Jugendlichen mit 18 Jahren jeden Einsatz mitmachen dürfen.

An Einsätzen mangelte es 2017 nicht. Es gab 88 Erste-Hilfe-Leistungen, viele davon auf dem zugefrorenen See, und 72-mal brachen die Helfer mit dem Motorboot auf. Vermisstenmeldungen gab es nach Angaben von Timo Kämpf zwei: Ein Schwimmer verlor während einer Seequerung den Partner aus den Augen, und ein anderes Mal glaubte ein Anrufer, eine untergehende Person gesichtet zu haben. Beide Vermisste fanden sich unversehrt wieder ein, berichtete der Technische Leiter mit Erleichterung.

Zehn Stunden lang reinigten die Freiwilligen den Uferbereich am Pilsensee. Auch Jugendleiterin Bettina Baumann sammelte mit ihren Schützlingen den Müll und war „erstaunt und erschüttert, was man da alles findet“. Erfreulich hingegen die Lektion, dass Übung wirklich den Meister macht: Zum dritten Mal in Folge gewann die Ortsgruppe den Jugendrettungsschwimmer.

Für fünf Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Maximilian Bäumker, Johanna de Riese, Katharina Hilgenstock, Tessa Sieverts, Maximilian Jost und Vanessa Wüst. Manuela Wunderl ist zehn Jahre dabei und Marina Frank sowie Tim und Tom Schwarzer 15 Jahre. Die silberne Ehrennadel nahmen Claudia Bernt-Kneisel, Matthias Endlicher und Robert Kadhimi entgegen. Ingo Cada erhielt für 30 Jahre die Ehrenauszeichnung. Alfons Mayr von der ehemals benachbarten Surfschule bekam die silberne Ehrennadel für besondere Verdienste. Wachstundenbeste der Jugend waren Celina Pfaffenberger (138 Stunden), Julia Geuther (106 Stunden) und Johanna de Riese (93 Stunden). Bei den Aktiven war Richard Schneiders mit 263 Stunden die Nummer eins, gefolgt von Manuela Wunderl mit 232 Stunden und Maximilian Jost mit 174 Stunden. Ludwig Zitzelsberger wurde zum Einsatzleiter Wasserrettungsdienst ernannt.

Von Michèle Kirner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Dieb klaut Münchner am Starnberger See Cabrio: Der Raubzug des Porsche-Gangsters
Für einen 64-jährigen Münchner wurde das Schwimmen in Percha am Sonntag zu einem teuren Badevergnügen. Er verlor seinen Porsche - und erlebte zu Hause eine wirklich böse …
Dieb klaut Münchner am Starnberger See Cabrio: Der Raubzug des Porsche-Gangsters
Reifen zerstochen
Das Firmenfahrzeug eines Dießener Handwerkbetriebes braucht neue Reifen. Unbekannte haben die alten in der Nacht von Montag auf Dienstag zerstochen.
Reifen zerstochen
Pferde-Fressbremse beschädigt
Zum wiederholten Mal haben Unbekannte bei Pferden, die auf einem Gutshof an der Gautinger Landstraße in Unterbrunn untergebracht sind, die Maulkörbe beschädigt, die die …
Pferde-Fressbremse beschädigt
Gautinger läuft Kontrolleuren direkt in die Arme
Die Flucht brachte nichts: Ein junger Gautinger ist eine Fahrschein-Kontrolle in einer S 6 erst entkommen, lief den Kontrolleuren aber wenig später genau in die Arme. 
Gautinger läuft Kontrolleuren direkt in die Arme

Kommentare