Schüsse in Kopenhagen gefallen - zwei Menschen tot

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Eine Menge Bürger wollte wissen, worauf beim Busfahren zu achten ist: Verkehrsmanagerin Susanne Münster (r.) beantwortete viele Fragen.

Info-Veranstaltung in Seefeld

Die Zonen sind entscheidend: Verkehrsmanagerin löst Rätsel rund um den MVV

Verkehrsmanagerin Susanne Münster gibt in Seefeld Tipps zum Thema Busfahren - und löst so manches Rätsel rund um den MVV.

Seefeld – Kreis-Verkehrsmanagerin Susanne Münster kennt den MVV-Fahrplan im Schlaf. Das erlebten am Samstag die rund 60 Besucher in Seefeld, die im Tagungssaal des Gemeinderats Platz genommen hatten. Der Seniorenbeirat hatte unter dem Motto „So geht Busfahren!“ zu der Informationsveranstaltung geladen, die Licht bringen sollte in die Undurchdringlichkeit von Fahrplänen und der Gebührenordnung.

Vor den Anwesenden lagen mehrere Mini- und Gesamtfahrpläne, die nicht für jedermann auf den ersten Blick zu entschlüsseln sind. Welche Zonen befinden sich wo, wo verkehren die Buslinien und was kostet welche Fahrt? „Ich versuche, es Ihnen zu erklären“, versprach Münster – und löste im Laufe ihres Vortrags so manches Rätsel rund um den MVV.

Etwa die Sache mit den Zonen. Das sind diese vierfarbigen Kreise. An den Innenraum (weiße Zone)´grenzt die grüne Zone, dann folgen die gelbe und schließlich die rote. In der roten befindet sich der Flughafen, in der gelben beispielsweise Seefeld. Der Fahrpreis richtet sich nach Anzahl durchfahrener Zonen – bleibt der Fahrgast im gelben Ring, kostet ihn das zwei Streifen oder 2,90 Euro, erklärte die Kreis-Verkehrsmanagerin. Das war Bürgermeister Wolfram Gum neu. „Das bedeutet, ich kann für 2,90 Euro von Seefeld nach Wolfratshausen fahren?“ Oder sogar für die knapp drei Euro eine Runde durch das gelbe Gebiet drehen, schlussfolgerte er begeistert. So begeistert, dass seine ebenfalls anwesende Gattin Petra Gum ihn nach seiner 2020 endenden Amtszeit unentwegt im Bus durch den Landkreis touren sah.

Ein Trick: Fahrgäste touchieren die grüne Zone nicht

Der Trick dabei ist, dass der Fahrgast nie die grüne Zone touchiert. Denn dann komme eine weitere Zone dazu, so Münster und schüttelte gleich ein Beispiel aus dem Ärmel. „Fahren sie mit der Linie 950 und 951 von Seefeld nach Starnberg, ist das eine Zone.“ Die Linie 955 jedoch fährt nach Weßling und damit im wahrsten Sinne ins Grüne – also durch zwei Zonen. Münster legte den Besuchern die ISARCard60 ans Herz – damit könnten Bürger ab 60 Jahren für knapp 50 Euro monatlich oder im Abo um die 30 Euro ab 9 Uhr nach Herzenslust die zwei Zonen durchfahren.

Zuschauer Ludwig Sanktjohanser verzichtet seit zehn Jahren aufs Auto. „Damals war das Busfahren noch problematisch, aber jetzt macht mir das richtig Freude“, sagte der 75-Jährige. Denn unter Münsters Federführung entstanden Querverbindungen nach Fürstenfeldbruck oder Großhadern. Auch die Gemeinden wurden untereinander besser und häufiger verbunden. Ein im Saal sitzendes Ehepaar hatte das längst für sich entdeckt: „Wir wandern öfter mal nach Andechs auf ein Bier, um mit dem dem Bus wieder zurückzufahren.“

Die neuen Linien und der erhöhte Takt sorgen aber auch für Kritik: Immer wieder ist von „Geisterbussen“ die Rede, die leer durch den Landkreis fahren sollen. Auf Rückfrage widersprach Münster. Generell seien die Fahrgastzahlen gestiegen, betonte sie. Errechnet worden sei ein durchschnittlicher Tageswert. Um allerdings detaillierter auswerten zu können, wann welcher Bus wie genutzt werde, „wird in Zukunft in ausgesuchten Fahrzeugen ein Zählsystem eingebaut“. Eine Dame beanstandete, dass es ihr Bus nie rechtzeitig zur S-Bahn schaffte. Münster machte sich eine Notiz. „Ich kümmere mich darum“, versprach sie. Dass sie beim Aufrufen der kritisierten Linie sofort wusste, welche Haltestellen gemeint waren, verstand sich von selbst.

Michèle Kirner

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