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Sogar Polizeihubschrauber im Einsatz

Zwei Jugendliche vermisst: Suchaktion am Pilsensee 

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Seefeld – Das traumhafte Frühlingswetter hat am Sonntag eine dramatische Suchaktion am Pilsensee zur Folge gehabt. Die gute Nachricht vorweg: Alles ging gut aus. Die Vermissten sind gefunden, es gibt auch keine Verletzten.

Dennoch war es nicht zu übersehen, als am Sonntag plötzlich ein Polizeihubschrauber über dem Pilsensee kreiste. Gegen 14 Uhr war bei der Rettungsleitstelle der Notruf über die Nummer 112 eingegangen: Eltern hatten ihre Teenager-Kinder aus dem Blick verloren, von den beiden fehlte zunächst jede Spur. Die schlimme Vorstellung: Ihr Boot ist gekentert, die Jugendlichen treiben irgendwo hilflos im Wasser.

Manuela Wunderl, 1. stellvertretende Vorsitzende der BRK-Wasserwacht Pilsensee, schildert den Vorfall so: „Die Eltern verloren ihre Kinder aus dem Blickfeld, als diese mit ihrem Schlauchboot im südlichen Bereich des Pilsensees unterwegs waren.“ Sofort ließen fünf Wasserwachtler ihr Rettungsboot ins Wasser und machten sich auf die Suche. Acht Kräfte der Schnelleinsatzgruppe Seefeld unterstützten sie mit einem weiteren Boot bei der Suche.

Weil die neue Wasserwachtstation am Campingplatz in Seefeld derzeit noch in Bau ist, hatten die Retter erst am Abend zuvor ihr Boot wieder ins Bootshaus gebracht. „Zum Glück“, erklärte der Technische Leiter Timo Kämpf gestern Abend erleichtert. „Dadurch konnten wir schnell reagieren.“

Zur Unterstützung der intensive Suche wurde auch ein Polizeihubschrauber alarmiert. Nach etwa einer halben Stunde gab es Entwarnung. Die beiden Vermissten wurden in der Nähe des Herrschinger Mooses entdeckt und konnten wohlbehalten ihren Eltern übergeben werden. Die Stelle ist nur schwer einzusehen.

Die BRK-Wasserwacht Pilsensee leistet mit ihren 50 Aktiven und 20 Jugendmitgliedern von Mai bis Oktober etwa 5000 Wachstunden am Pilsensee. Wasserretter, Bootsführer und Rettungstaucher stehen darüber hinaus rund um die Uhr für Wasserrettungseinsätze bereit.

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