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Nur Rang 14: Das Team des Bayerischen Yacht-Clubs erfüllte die Erwartungen beim Saisonstart noch nicht.

Segel-Bundesliga

Norddeutscher Sieg in Süddeutschland

Der Norddeutsche Regatta Verein gewinnt den Saisonstart der Segel-Bundesliga auf dem Starnberger See. Gastgeber Münchner Yacht-Club wird Siebter. 

Der Deutsche Touring Yacht-Club kann Starnberger See. Zum Auftakt der Segel-Bundesliga feierten die Tutzinger einen hervorragenden 2. Platz. „Wir haben hier eine starke Serie“, verwies Teammanager Michael Tarabochia darauf, dass sein Team auch die drei vorangegangenen Heimspiele zu exzellenten Ergebnissen nutzen konnte (Platz zwei, drei und eins). Mit diesem Resultat hat der Deutsche Meister klargestellt, dass auch in diesem Jahr wieder mit ihm zu rechnen ist, auch wenn er ab dem sechsten Rennen seine Souveränität etwas verlor. 

Der Weg zum Titel wird aber wohl nur über den Norddeutschen Regatta Verein führen, der in Starnberg die konstanteste Leistung ablieferte und verdient gewann. Weitere Rückschlüsse möchte Micki Liebl aber nicht ziehen. „Man darf nach dem ersten Event die Vereine weder abschreiben oder in den Himmel heben“, mahnte der Teammanager des Münchner Yacht-Clubs zur Vorsicht. 

Die Regatta am Starnberger See hat den Trend des vergangenen Jahres noch einmal verstärkt: Die Konkurrenten liegen sehr eng beieinander. „Von Platz drei bis 17 ist für uns alles möglich“, stellt Liebl fest. Für fast alle anderen auch. Bevor am Sonntag nach 13 Rennen der Wind seinen Dienst endgültig einstellte, lagen die Münchner auf Platz sieben. „Hätte uns das jemand vorher angeboten, hätten wir sofort akzeptiert“, wertete Liebl das Abschneiden als Erfolg. Im vergangenen Jahr war seine Crew als Aufsteiger in Tutzing mit einen 17. Rang in die Bundesliga gestartet. Insofern bleiben sie auch beim Bayerischen Yacht-Club ganz gelassen, obwohl der 14. Platz alles andere als das erklärte Ziel des Neulings gewesen ist. „Wir machen jetzt nicht Panik“, warnt Ilja Wolf vor Hysterie. Der Manager des BYC hielt sein Team eigentlich für bestens präpariert. Bei den zahlreichen Sparrings segelten seine Skipper auch wie die Weltmeister, doch dann zeigte sich ausgerechnet vor dem eigenen Clubheim, dass Training und Wettkampf zwei verschiedene Paar Stiefel sind. Wolf sprach von „taktischen Fehlern“, die dem Team um Steuermann Maximilian Hibler unterlaufen waren. 

In der Tat bestimmte der Aufsteiger einige Rennen vom Start weg, fuhr aber dann dreimal als Letzter und viermal als Vorletzter über die Ziellinie. „Du musst schneller denken“, analysierte Wolf, der die einzelnen Flights verfolgte, das Problem seiner Mannschaft. 

Die Bayern bildeten da keine Ausnahme. Jochen Schümann, der unter der Woche der Konkurrenz in der Relegation noch lässig davongesegelt war, wurde sofort wieder zurecht gestutzt. „Selbst er tut sich schwer“, kommentierte Liebl den 12. Rang, den der dreimalige Olympiasieger für den Yachtclub Berlin-Grünau errang. Allerdings sind auch positive Überraschungen möglich. Veit Hemmeter vom Lindauer Segler-Club katapultierte sich bei seinem Liga-Debüt auf Rang drei. Da wären andere auch gerne gelandet.

Christian Heinrich

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