Selbstjustiz: Jugendliche in See geworfen

Starnberg - Selbsternannte Ordnungshüter: Ein 28-jähriger Starnberger und ein Bekannter warfen zwei Jugendliche in den nicht einmal zweieinhalb Grad warmen Starnberger See. Grund: Die Burschen hatten mit Unrat geworfen.

Flaschen und anderen Unrat in den Starnberger See zu werfen, ist ein Vergehen, für Badegäste später einmal potenziell gefährlich und kein Zeichen von Mitdenken. Ein 15- und ein 16-Jähriger ließen sich davon wenig beeindrucken und warfen am Samstagnachmittag dennoch mit Müll um sich. Ein 28-jähriger Starnberger, der das Treiben an der Seepromenade mitbekommen hatte, stellte die Burschen mit einem Bekannten zur Rede und drohte ihnen, sie in den See zu werfen, wenn sie mit dem Unsinn nicht aufhören.

Kurze Zeit später flog wieder eine Flasche ins Wasser, gab die Starnberger Polizei am Montagnachmittag bekannt - und die Erwachsenen machten ihre Drohung wahr. Die beiden Jugendlichen landeten im Wasser - das hatte gerade einmal etwas mehr als zwei Grad. Als eine Polizeistreife am Tatort eintraf, standen die Burschen bibbernd und pudelnass am Ufer. Einer hatte sich bei der Aktion leicht verletzt, und einem Handy und einem iPod ist das unfreiwillige Bad auch nicht gut bekommen.

Gegen die beiden Erwachsenen wird nach Angaben der Polizei wegen Körperverletzung ermittelt.

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