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Im Amt: Der neue Seniorenbeirat (v.l.) mit Barbara Weisser, Dr. Klaus Wagner, Ursula Ottmar, Ute Brack, Sebastian Fuchsenberger, Doris Lichte und Hans Herde. Zur ersten Sitzung kam auch Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger (r.).

Siebenköpfiges Gautinger Gremium

Neuer Seniorenbeirat mit klaren Zielen

Die Gautinger Senioren haben eine neue Vertretung: Der Seniorenbeirat konstituierte sich am Mittwochnachmittag.

Gauting – „Eine Mischung aus Erfahrung und kreativen Ideen“, gratulierte Rathauschefin Dr. Brigitte Kössinger den „alten Hasen“ und den beiden Neulingen Barbara Weisser und Sebastian Fuchsberger bei der ersten Sitzung des neuen Gautinger Seniorenbeirats. Das siebenköpfige Gremium bestimmte einmütig Dr. Klaus Wagner wieder zum Vorsitzenden und Ulla Ottmar zur Stellvertreterin.

Es geht dem Beirat nicht nur um die ganz Alten

Anpacken will die Seniorenvertretung praxisnahe Ziele wie „alternative Wohnformen im Alter“, aber auch „radfahrgerechte Verkehrsplanung“ in Gauting. „Ich würde mir wünschen, dass wir uns stärker um praktische Themen kümmern. Denn Senioren sind nicht nur die ganz Alten, sondern auch Aktive, die im Leben oder im Beruf stehen“, gab Wagner die Marschrichtung vor.

Die Ziele sind klar. „Leben im Alter in Gauting“ – dieses Motto des LiA-Gründers Wolfgang Schrader will Hans Herde umsetzen: Täglich sehe er Leute, die sich mit Rollator oder Kinderwagen am Rathaus die Stufen hinauf oder runter quälten, verlangte Herde Barrierefreiheit. Da Schrader bereits den BRK-Mehrgenerationen-Campus „in die Gänge brachte“, wünscht der Beirat und Stadtplaner seniorenorientierte Wohnquartiere mit fußläufig erreichbaren Treffpunkten.

Gremiumschef: „Mehr Partnerschaft mit der Gautinger Insel“

Die Pflege der Babyboomer-Generationen sei gerade im Fernsehen ein großes Thema, sagte Doris Lichte. Der Buchendorferin, die sich im Besuchsdienst „Engel“ engagiert, liegt deshalb das bereits angeschobene Projekt „Wohnen für Hilfe“ in der Gautinger Insel sehr am Herzen. Frischen Wind bringt Sebastian Fuchsberger (64) ins Gremium: Der noch berufstätige ADFC-Vorsitzende fordert die „radfahrgerechte Verkehrsplanung“. In jedem Fall brauche Gauting den Schutzstreifen bergauf an der Bahnhofstraße. 

Die von Ulla Ottmar angeregten „alternativen Wohnformen im Alter“ lebt Fuchsberger bereits: Mit seiner Frau wohnt er in einer Wohngemeinschaft mit einem verwitweten Architekten. Damit Ältere, die weniger mobil sind, zu Hause nicht vereinsamen, plant die Unterbrunnerin Barbara Weisser, Mutter der Gemeinderätin Ariane Eiglsperger, weitere Angebote. „Sehr gut angenommen“ werde bereits der von ihr initiierte Seniorenfilmnachmittag.

„Mehr Partnerschaft mit der Gautinger Insel“, fordert Gremiumschef Wagner. Unterstützen solle der Beirat auch das bosco: Ältere, die nicht mehr in die Stadt fahren, nutzten dieses Kulturangebot nämlich rege. Doch die Gemeinde finanziere nur eine hauptamtliche Stelle. Einen guten Schritt weiter sei man mit dem „generationenübergreifenden Dialog“: Workshops mit Jugendlichen zu Religion und IT-Einführung für Senioren gehen vom 11. bis 15. Juli in der Realschule über die Bühne.

Von Christien Cless-Wesle

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