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Symbolischer Akt: Vertreter von Stadt, Staatlichem Bauamt und Baufirma geben den offiziellen Startschuss für die Westumfahrung.

Spatenstich 

Westumfahrung: Offiziell geht's los

Starnberg - Tag der Freude für Eva John, Michael Kordon und Hadorf: Die Arbeiten für die Westumfahrung sind offiziell gestartet. 

Die Stadt Starnberg nimmt richtig viel Geld in die Hand, um die Westumfahrung zu bauen. Rund 12.7 Millionen Euro sind für die  dreieinhalb Kilometer lange Straße nötig, Bürermeisterin Eva John hofft auf Zuschüsse von 90 Prozent. Das werde nicht klappen, dämpfte der Chef des Staatlichen Bauamts, Michael Kordon, die Zuversicht beim Pressetermin zum Spatenstich am Donnerstagvormittag. Das Staatliche Bauamt baut die Straße im Auftrag der Stadt, die finanziell in Vorleistung geht und einen Großteil des Geldes später von der Regierung von Oberbayern wieder erhält. Aber sicher nicht 90 Prozent, machte Kordon klar: "Das gab es noch nie." John blieb fröhlich: "Alles, was 85 plus plus ist, ist gut."

John hatte zuvor an die schwierige Zeit der Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern erinnert. Seit Ende 2014 der Planfeststellungsbeschluss gültig war, verhandelte das städtische Bauamt mit 34 betroffenen Grundstückeigentümern. "Mit viel gutem Willen der Nachbarn und der Grundstückseigner ist es uns gelungen, dass wir die Straße bauen können", so John. 

Die Stadt will vor allem Hadorf und Söcking entlasten, die  laut John seit dem Bau der Umgehung Unter-/Oberbrunn massiv belastet ist. "In Hadorf kommen Sie manchmal kaum über die Straße."  Kordon erinnerte daran, dass damit die Verbindung zwischen A 96 und Weilheim verbessert werde. Ob Starnberg damit entlastet wird? Sicher die Hanfelder Straße, sagte John auf Anfrage. Kordon sieht es pragmatisch: "Eigentlich muss man bauen, wenn es geht, wenn der Grund da ist und das Geld." Das Großthema Tunnel bleibe der Stadt trotzdem erhalten, sagte er. "Das Starnberger Verkehrskonzept war immer eine Kombination aus Tunnel und Westumfahrung." 

A propos Tunnel: Eines der drei Brückenbauwerke, an denen seit drei Wochen schon gewerkelt wird, ist fast ein Tunnel. Unter der so genannten Grünbrücke für das Wild ist ein 78 Meter langer Tunnel geplant. Offiziell heißt er nicht Tunnel, ein solcher wäre er, wenn er mindestens 80 Meter hätte. Dann wären auch andere Sicherheitsvorschriften gültig. 

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