Verkehr in Starnberg

Rheinlandstraße: Richtungswechsel ruht

Starnberg - Der von der Stadt Starnberg gewünschte Wechsel der Einbahnrichtung auf der Rheinlandstraße vor dem Gymnasium wird derzeit nicht weiterverfolgt. Erst will die Stadt die Folgen für die B2 genauer untersuchen lassen - das gilt auch für andere Verkehrsvorhaben.

Die Stadt wird im Vorfeld möglicher Änderungen in der Verkehrsführung der Innenstadt weitere Untersuchungen vornehmen lassen. Darauf verständigten sich Stadt, Landratsamt, Staatliches Bauamt und Polizei bei einem Gespräch gestern. Auf Bitten der Stadt lässt das Landratsamt den Antrag auf Richtungsumkehr der Einbahnstraße Rheinlandstraße im Bereich vor dem Gymnasium ruhen.

Das Gespräch sei in sachlichen Atmosphäre verlaufen, sagte Kreissprecher Stefan Diebl. Die Untere Verkehrsbehörde begrüße es, nun die Überlegungen zu kennen. Vertreter der Stadt um Bürgermeisterin Eva John hatten den Verkehrsentwicklungsplan nach dem bisherigen Stand vorgestellt und die Konzepte für die Innenstadt, wie sie der zuständige Projektausschuss in die genauere Untersuchung gegeben hatte. Im Juni sollen die Bürger gehört werden, danach entscheidet die Politik. Die Behörden machten deutlich, dass sie vor Genehmigungen genauere Daten über die Folgen für die B 2 benötigten, sagte Diebl. Dem will die Stadt nachkommen und zugleich alle Kreuzungen an der Ortsdurchfahrt auf Optimierungsmöglichkeiten unter Maßgabe der Barrierefreiheit und in Zusammenarbeit mit dem für die Bundesstraße zuständigen Staatlichen Bauamt Weilheim untersuchen lassen, erklärte Eva John auf Anfrage. Unter anderem gehe es dabei um die Frage, ob sich bei einer Reduzierung des Tutzinger-Hof-Platzes von fünf auf vier einmündende Straßen der Verkehrsfluss beschleunigen lasse. John will mit den Untersuchungen auch dem Eindruck entgegentreten, der Verkehrsfluss verschlechtere sich derzeit.

Der Richtungswechsel auf der Rheinlandstraße liegt derweil auf Eis – und bleibt dort auch längere Zeit. Zum einen muss der Radwegbau noch in den Stadtrat, zum anderen wird das Landratsamt ohne die weiteren Daten keine Entscheidung über die Genehmigung fällen. Am Radwegbau hält Eva John fest, weil der nur in den Sommerferien möglich sei. Ob das Projekt bereits bei der Ratssitzung nächste Woche Thema ist, ist noch offen. 

Rubriklistenbild: © FKN

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