+
Auf dem Starnberger See (links) ist Stehpaddeln natürlich erlaubt - auf der Würm jedoch zu bestimmten Zeiten nicht.

Freizeitsportler kommen in Scharen

Stand-Up-Paddler sorgen auf der Würm für Ärger

Starnberg/Leutstetten - Die Würm ist von März bis Juni für Freizeitsportler tabu - des Vogelschutzes willen. Nur: Manche Paddler halten sich nicht daran.

Als letztes großes Abenteuer – so hört es sich an – wird in einigen Internetforen die Würm als Route für Stand-Up-Paddler angepriesen. Dabei ist das Befahren des Flusses bis Ende Juni verboten – Wasservögel sollen dort im Schilf in Ruhe ihre Brut aufziehen können.

„Die Vögel schrecken immer wieder auf und fliegen hoch“, sagt Prinz Luitpold von Bayern, der das Schloss Leutstetten mit Gestüt betreibt und bereits „Hundertschaften“ von Stand-Up-Paddlern im Bereich Leutstettener Moos beobachtet hat. Die Folge: „Kein einziger Wasservogel ist mehr da.“  Dass teilweise Heerscharen an Stand-Up-Paddlern die Würm bevölkern, bestätigen auch die Angler vom Kreis-Fischereiverein Starnberg. Das Angeln wird durch die zunehmenden Störenfriede erheblich beeinträchtigt.

Tatsache ist, die Vorteile des „Bayerischen Amazonas“ werden im Internet auf mehreren Seiten hervorgehoben. Auf einer Seite steht: „Durch ihre geringe Fließgeschwindigkeit ist die Würm sehr gut zum Stand Up Paddeln geeignet und zudem landschaftlich sehr reizvoll.“ 

Eine solche Werbung bringt den Vorsitzenden des Landesbundes für Vogelschutz Kreisgruppe Starnberg, Horst Guckelsberger, zur Weißglut: „Jeder, der Natursportarten betreibt, muss sich doch informieren, ob das Befahren dort erlaubt ist.“ Die Stand-Up-Paddler seien ein erhebliches Problem. Die Vögel würden beim Brüten gestört. Die Folge, so Guckelsberger: „Die Gelege kühlen aus oder überhitzen in der Sonne.“ Das Fahrverbot sei ja schließlich nicht aus „Jux und Tollerei“ erlassen worden, sondern aus „guten fachlichen Gründen“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tempo 30 und die Krux mit dem Gehweg
Für die Gautinger Ortsteile Ober- und Unterbrunn wurde ein neues Verkehrskonzept entwickelt. Einige Dinge sollen sich nun ändern. 
Tempo 30 und die Krux mit dem Gehweg
Rekordjahr für den See-Neptun
Gemeinsames Liedersingen am Lagerfeuer und eine maritim anmutende Version des Nikolauses - damit unterhielten die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht Pilsensee am …
Rekordjahr für den See-Neptun
Fairtrade-Kochshow in Tutzing: Unterhalten, informieren, essen 
In der Tutzinger Benedictus-Realschule gab es am Mittwochabend eine afrikanische Couscous-Pfanne. Zubereitet wurde sie im Rahmen einer Fairtrade-Kochshow. 
Fairtrade-Kochshow in Tutzing: Unterhalten, informieren, essen 
Digitaler Pakt Herrschinger Art
Die Gemeinde Herrsching greift für ihre Grund- und Mittelschule tief in die Tasche. 1,75 Millionen Euro fließen im kommenden Jahr in Sanierung und Digitalisierung der …
Digitaler Pakt Herrschinger Art

Kommentare