Ärger über Wohnmobile: Joachim Schlicht von der Pension Happach stört sich an den Parkplatz-Blockierern. Foto: svj

Aus für Parkplatz-Blockierer

Starnberg - Einer der letzten Geheimtipps für Langzeitparker mitten in Starnberg ist die Achheimstraße. Allerdings nicht mehr lange.

Joachim Schlicht von der Pension Happach an der Achheimstraße in Starnberg ist sauer. Vor seinem Haus sind ein paar der wenigen öffentlichen Parkplätze in Starnberg, die weder zeitbeschränkt noch gebührenpflichtig sind. Zwei Wohnmobilbesitzer nutzen dies einfach aus.

„Leider ist es inzwischen soweit, dass bei uns Wohnmobile über mehrere Wochen dort abgestellt werden“, sagt Schlicht. „Selbst die Hausnummer oder die Schilder der Arztpraxis, die sich im selben Haus befindet, können von vorbeifahrenden Autofahrern aufgrund der Wohnmobile nicht gesehen werden.“ Wegen dieses Missstandes steht er schon seit längerem mit der Stadt Starnberg in Kontakt. Er hat einen Antrag auf eine Begrenzung der Parkdauer eingereicht. „Als 1978 gebaut wurde, gab es die Auflage, Grund für Parkbuchten kostenlos abzugeben, um der Allgemeinheit die Möglichkeit zu bieten, auch stundenweise kostenlos parken zu können“, erinnert Schlicht. „Der Gedanke dahinter war aber nicht, dass die Parkplätze wochenlang von Nachbarn in Beschlag genommen werden. Das ist einfach auch ungerecht gegenüber der Allgemeinheit“, findet er.

Sein Vorschlag, den er bei der Stadt Starnberg eingereicht hat, lautet folgendermaßen: Von Montag bis Freitag kann zwischen 7 und 19 Uhr für zwei Stunden mit einer Parkscheibe geparkt werden. Selbiges gilt samstags von 7 bis 13 Uhr. Für das restliche Wochenende soll die Parkdauer wieder unbegrenzt sein. „Was in der Achheimstraße 3 möglich ist, sollte doch auch bei uns kein Problem darstellen“, fordert der Pensionsbetreiber. Er biete Starnbergern, die auf der Suche nach einer kurzzeitigen Parkmöglichkeit seien, auch die Privatparkplätze seiner Pension an, da sonst nichts zur Verfügung stehe.

Bei Bürgermeisterin Eva John stößt Schlichts Vorschlag auf offene Ohren. Die Stadtverwaltung warte derzeit auf eine Stellungnahme der Polizei, sagt sie auf Anfrage. „Wir gehen aber davon aus, dass der Antrag von Herrn Schlicht sicher bewilligt wird, da es dort wirklich eine schwierige Situation ist“, bestätigt die Rathauschefin. „Wenn der Antrag genehmigt ist, sollten auch die Schilder bald stehen“, verspricht sie.

Kostenlose und zeitlich nicht begrenzte Parkplätze gibt es in Starnberg nur noch vereinzelt. John weiß von Plätzen an der Ludwigstraße, an der Perchastraße und an der Uhdestraße.

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