Schreckliches Zug-Unglück: Großeinsatz läuft - wohl mindestens ein Todesopfer

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Das alte Feuerwehrhaus in Leutstetten steht neben der Kirche St. Alto und weist erheblichen Sanierungsbedarf auf. 

Sanierung

Feuerwehrhaus Leutstetten emotional wertvoll

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Weil der Stadt Starnberg im aktuellen Haushalt knapp neun Millionen Euro fehlen, kommt nahezu jedes Projekt auf den Prüfstand, das noch nicht begonnen wurde oder für das es keine vertraglichen Verpflichtungen gibt. Dazu gehört auch das alte Feuerwehrhaus in Leutstetten.

Leutstetten – 1905 gebaut, 1971 mit einer neuen Toreinfahrt versehen, fristet es spätestens seit vergangenem Jahr ein eher trauriges Dasein, nachdem den Burschen die Nutzung des Gebäudes aus Sicherheitsgründen untersagt wurde. „Das Gebäude weist einen hohen Sanierungsbedarf auf“, sagte Christina Frei aus der städtischen Bauverwaltung in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Stadtrats.

So müssen Tor und Straßenfassade malermäßig überarbeitet und saniert werden. Die alten Elektroinstallationen müssen rückgebaut, neue verkabelt werden. Ein weiteres Problem stellt die Feuchtigkeit dar, die vom Boden her die Wände hochzieht. Darüber hinaus steht eine technische Lösung für eine Grundbe- und -entlüftung, um einen minimalen Luftwechsel sicherzustellen, auf der Liste der zu erledigenden Arbeiten.

Wie hoch genau der Sanierungsbedarf ist, lässt sich bis jetzt noch gar nicht sagen. 57 000 Euro hatte die Verwaltung zunächst grob geschätzt und in den Haushaltsentwurf eingestellt. „Ob ein noch höherer Sanierungsbedarf besteht, kann erst nach genaueren Untersuchungen beziffert werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Dazu gehören unter anderem das Abschlagen von feuchtem Putz sowie Feuchtmessungen in den Wänden.

Dabei kommt die Verwaltung zu dem Schluss, dass der Kosten-Nutzen-Faktor für das Vorhaben nicht „wirtschaftlich darstellbar“ sei. Schließlich ist geplant, das alte Feuerwehrhaus künftig lediglich als Lagerfläche für die Feuerwehr zu nutzen, zum Beispiel um das Feuerwehrboot unterzustellen. Allerdings ist es nur mit finanziellen Überlegungen nicht getan. So schreibt die Verwaltung auch: „Der hohe emotionale Wert des Gebäudes für den Ort Leutstetten wird nicht geleugnet.“

Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich auf Vorschlag von BMS-Stadträtin Eva John einstimmig darauf verständigt, zunächst 20 000 Euro für die weitere Planung bereitzustellen – und gleichzeitig eine Ortsbesichtigung für die Mitglieder des Bauausschusses zu organisieren, um sich ein Bild von der Lage zu machen und dann eine Lösung zu finden. „Es dauert noch ein bisschen, bis das Gebäude zusammenbricht“, erklärte Christina Frei. „Aber besser werden die Schäden auch nicht.“  ps

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