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Der Heißluftballon muss auf  dem Starnberger See notlanden.

Bilder vom Einsatz

Heißluftballon muss auf Starnberger See notwassern

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Starnberg - Am Samstagabend Musste ein Heißluftballon auf dem Starnberger See notwassern. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Ballonfahrer und acht Fahrgäste wurden von den Rettungskräften aus dem Korb geholt..

Kräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Pöcking-Starnberg, Geretsried und Wolfratshausen Schäftlarn, der Wasserwachten Ammerland, Wolfratshausen, Feldafing und Starnberg sowie der Feuerwehr und des Land- und Luftrettungsdienstes mussten am Samstag zu einem Einsatz ausrücken, der ungewöhnlich und möglicherweise auch einzigartig in seiner Art für den Starnberger See ist: Ein manövrierunfähiger Heißluftballon musste auf dem See notlanden. Acht Passagiere und der Ballonfahrer wurden von den Rettungskräften aus ihrer misslichen Lage befreit, eine Person zog sich eine Verletzung an der Hand zu.

Nach Mitteilung der Starnberger Polizei hat sich folgendes abgespielt: Der Heißluftballon war um 16.15 Uhr in Tutzing zu einem Rundflug über den Starnberger See gestartet. Der Ballonfahrer hatte eine Flugzeit von maximal 90 Minuten geplant und nach eigenen Angaben einen Gasvorrat an Bord, der für zwei Stunden ausgelegt war. An Bord befanden sich acht Fluggäste. Entgegen der Wetterprognose – Windgeschwindigkeit von 5 bis 8 Knoten waren gemeldet worden – herrschte über dem Starnberger See Windstille. Das führte dazu, dass sich der Ballon, der sich etwa 500 Meter vom Westufer befand, horizontal nicht mehr fortbewegen konnte.

Der Ballonfahrer merkte bald, dass der Gasvorrat nicht reichen würde und sandte einen Notruf an die Integrierte Leitstelle in Fürstenfeldbruck. Von dort wurden die Rettungskräfte alarmiert.

Es war 17.35 Uhr als der Alarm einging, berichtet der Leiter des gesamten Einsatzes, Roland Schwankhart. Sieben Motorrettungsboote mit insgesamt 35 Helfern von DLRG und Wasserwacht machten sich auf die Fahrt zu dem Ballon. Alarmiert wurden zudem neun Fahrzeuge des Rettungsdienstes, vier Notärzte und vier Hubschrauber. Mit deren Besatzungen kommunizierte der Ballonfahrer über Flugfunk, erläuterte Schwankhart. Er ließ aus dem Korb ein Seil herunter, an dem die Motorbootbesatzungen den Ballon an Land ziehen sollten. Das klappte nach Schwankharts Worten zunächst auch ganz gut. Als das Gas aufgebraucht war, sank der Ballon schnell auf die Wasseroberfläche. Rasch wurden sieben Passagiere von den Motorbooten aufgenommen und an Land geberacht – unversehrt. Der Ballonfahrer und ein Fahrgast blieben zunächst noch im Korb. Der wurde aber bald von der erschlaffenden Ballonhülle in den See gedrückt, sodass die beiden Insassen bis zu den Oberschenkel im Wasser standen. Dann wurden auch sie von den Rettungskräften herausgeholt. Leicht unterkühlt kamen sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Passagier hatte sich auch zudem an der Hand verletzt.

Zur Bergung des Ballons und des Korbes wurde die Feuerwehr Starnberg gerufen, die die Einsatzstelle ausleuchtete. Die Wasserretterzogen den Korb bis ins seichte Ufergewässer bei Seeseiten. Die Feuerwehr Murnau hob Korb und Ballon mit einem Kranwagen auf einen Anhänger.

Nach Polizeiangaben wurde die Staatsanwaltschaft über dem Vorfall informiert. Den Ballonkorb und die notwendigen Unterlagen stellte die Polizei sicher. Mit einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen ist am heutigen Montag zu rechnen, teilt der Polizeisprecher mit

Heißluftballon stürzt in Starnberger See: Bilder

dpa

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