Starnberg kein Florida Deutschlands

Starnberg - Es gibt mehr "alte Starnberger" als viele denken: Mehr als zwei Drittel der Starnberger über 60 Jahren leben schon seit 30 und mehr Jahren in der Stadt. Das hat eine Befragung ergeben, die am Mittwochabend beim Bürgerforum Senioren vorgestellt wurde. Die Ergebnisse sagen noch sehr viel mehr aus.

Florida wird nachgesagt, das Altersheim der USA zu sein - weil viele ihren Lebensabend dort verbringen und deswegen in den Sonnenstaat umziehen. Starnberg hat wegen seiner Lage einen ähnlichen Ruf, doch der ist falsch. 15 Prozent der Starnberger über 60 leben seit ihrer Geburt in der Stadt am See, beinahe die Hälfte seit mehr als 30 Jahren. In den vergangenen zehn Jahren sind lediglich 12 Prozent zugezogen - die meisten aus München oder aus dem Landkreis Starnberg. Nur wenige kamen aus anderen Bundesländern an den Starnberger See.

Das war aber nicht der Sinn der Befragung von mehr als 3200 Starnbergern, von denen sich fast die Hälfte beteiligt hatte. Vielmehr ging es der Stadt und der Expertin Sabine Wenng darum, Wünsche und Bedürfnisse der älteren Generation zu ermitteln und daraus Schlüsse für die Planungen der nächsten 15 Jahre zu ziehen. Deswegen ging es auch vor allem um die Wohnsituation, und dabei zeigte sich: Die Masse will gar nicht umziehen.

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