Horror auf A8: Unbekannter wirft Pflasterstein auf fahrendes Auto

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Das letzte Jahrgangsfoto: Die 122 Abiturienten des Gymnasiums Starnberg stellten sich für den Merkur-Fotografen in Dirndl und Lederhose auf der Treppe am Centrum auf. 

Abitur 2017: Gymnasium Starnberg

Grenzenlose Freude, grenzenlose Gedanken

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Strahlende Gesichter, ein straff durchorganisierter Zeugnisübergabemarathon, zu Tränen rührende Reden und ein bewundernswertes musikalisches Begleitprogramm, bei dem Familien und Freunde aus dem Staunen nicht herauskamen – der Festakt in der Schlossberghalle bot einen würdevollen Rahmen für die Verabschiedung der 122 Abiturienten des Gymnasiums Starnberg.

Starnberg – Anna Wüstinger legte als Pianistin mühelos die Toccata es-Moll op. 24 von Chatschaturjan und Debussys Arabesque Nr. 1 E-Dur hin. Emmanuel Liebich (Trompete) und Ludwig Stoll (Gitarre) begeisterten mit dem Klassiker „Summertime“ und hauchten der Feier die richtige Portion Melancholie ein.

Der große Abschied von der Gymnasialzeit ist eine Achterbahn der Gefühle, ein Auf und Ab zwischen Hochgefühl und Wehmut. Im Rückblick der Abiturienten Lilli Blank und Marcel Demeler wurde klar, dass die Schule vom ersten Auftritt als Fünftklässler über die „hingedümpelte Mittelstufe“ bis zum „letzten Ausreizen der gesamten Intelligenz in der Oberstufe“ auch Spaß gemacht hat.

Nach der Verleihung der Ehrenpreise für besonderes Engagement (siehe Kasten) und der Überreichung der Buchgeschenke des Elternbeirats für die besten Abiturienten hielt Schulleiter Josef Parsch seine Festrede. Einmal mehr bewies er in seiner „letzten Unterrichtsstunde“ die Beherrschung der großen Kunst der Rede. Mit wohlgesetzten Worten, humorvoll und ernst, väterlich und erzieherisch, gesellschaftskritisch und freundschaftlich. Er war in Höchstform beim Thema Grenzen im Lern- und Lebensraum Schule. „Einem vielfältigen Repertoire an pädagogischen Instrumenten ist es zu verdanken, dass wir Grenzzäune oder gar Grenzüberschreitungen auch ohne Elektrozäune und Wachtürme einigermaßen eindämmen konnten“, scherzte er. „Dafür gibt es Grenzwerte, die Punktezahlen festlegen, und Schulpflicht, die euch vorübergehend eurer Freiheitsrechte beraubte“.

Sein väterlicher Rat richtete sich an eine Generation, die mit den Folgen der Fluchtbewegungen beschäftigt sein wird. „Lasst euch nicht einreden, man könne in einer globalisierten Welt internationale Probleme lösen, indem man sich abschottet und wieder Grenzzäune errichtet“, gab er den Abiturienten mit auf den Weg, die mit einem letzten Einstein-Zitat im Kopf in den neuen Lebensabschnitt entlassen wurden: „Die Zukunft ist die Zeit, die mich am meisten interessiert. Denn dort werde ich den Rest meines Lebens verbringen“.

Sektkorken knallen, Luftballons fliegen in den Gewitterhimmel. Wo sie landen, steht in den Sternen

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