Der Abriss des Altbestandes ist bereits in vollem Gang.

Bald eine der größten Starnberger Baustellen

21 Wohnungen und ein Kindergarten: Abriss für Dinard-Park in vollem Gange

  • Peter Schiebel
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Auf einem mehr als 3000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Dinardstraße und Bahnhofstraße sind die Abrissarbeiten in vollem Gang. Bis Ende nächsten Jahres soll dort der Dinard-Park entstehen.

Starnberg – Es dürfte in der näheren Zukunft eine der größten Baustellen in der Starnberger Innenstadt werden: Zwischen Dinardstraße und Bahnhofstraße errichtet der Projektentwickler Ehret und Klein den Dinard-Park. Fünf Häuser mit 21 Wohnungen, dazu ein neuer Kindergarten und eine Tiefgarage mit 49 Stellplätzen sollen auf dem Grundstück entstehen. Das ist 3035 Quadratmeter groß, was knapp einem halben Fußballfeld entspricht.

Der Abbruch des maroden Gebäude ist in vollem Gang. Bereits dem Erdboden gleich gemacht sind die Räumlichkeiten, in denen jahrelang der städtische Kindergarten Spielinsel sein Zuhause hatte. „Die Abbrucharbeiten sollen Ende Mai abgeschlossen sein“, teilt Kerstin Kruppok von Ehret und Klein mit. Die Anwohner seien schriftlich vorab über mögliche Lärmemissionen und das Bauvorhaben informiert worden. Mit den Abbrucharbeiten ist die Anton Sedlmair GmbH beauftragt.

Der geplante Dinard-Park besteht aus fünf einzelnen Häusern mit jeweils drei oberirdischen Geschossen. Die Gebäude erhalten ein flach geneigtes Satteldach. Der Entwurf gehe auf einen Architektenwettbewerb zurück und lehne sich „harmonisch an den ursprünglichen Stil der Starnberger Stadtvillen“ an, teilt Kruppok mit.

Der Dinard-Park (auf der Simulation der Blick von der Dinardstraße in Richtung See) besteht aus fünf Mehrfamilienhäusern.

Geplant sind 21 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. In ursprünglichen Plänen war sogar von fast 40 Wohnungen die Rede gewesen. Dazu kommen etwa 500 Quadratmeter Nutzfläche für die Kindertagesstätte, wodurch drei Gruppen Platz hätten, erklärt Kruppok. Die Spielinsel ist vorübergehend in Containern an der Ludwigstraße untergebracht. Die Einrichtung besuchen 50 Vorschulkinder zwischen drei und sechs Jahren sowie 25 Hortkinder von der ersten bis zur vierten Klasse. Insgesamt entstehen in den Gebäuden laut Mitteilung des Projektentwicklers 3231 Quadratmeter Bruttogeschossfläche.

Diskussionen hatte es vor mehr als zwei Jahren in städtischen Gremien vor allem um die Tiefgarage gegeben, die 49 Stellplätze erhält. Ursprünglich hatten die Planer vor, Ein- und Ausfahrt an der Bahnhofstraße zu platzieren. Dagegen hatten Nachbarn, Verkehrsbehörde und nicht zuletzt der Bauausschuss des Stadtrats jedoch Bedenken vorgebracht. Sie befürchteten aufgrund der schlechten Sicht Sicherheitsmängel. Der Streitpunkt ist längst erledigt: „Wir haben das berücksichtigt und in die Planungsänderung einfließen lassen“, sagt Kruppok. Die Einfahrt zur Tiefgarage liegt nun an der Bahnhofstraße, die Ausfahrt an der Dinardstraße. Zuzüglich zu den Tiefgaragenplätzen wird es im Dinard-Park auch 57 Fahrradstellplätze geben.

Parallel zu den Abrissarbeiten bereiten Ehret und Klein und die beteiligten Planer die Bauantragsunterlagen vor. „Sie werden demnächst bei der Stadt Starnberg eingereicht“, sagt Kruppok. Ziel ist es, mit dem Bau der Mehrfamilienhäuser noch in diesem Jahr zu beginnen. Der von Ehret und Klein genannte Zeitplan ist ambitioniert: „Die Fertigstellung des Neubaus ist für Ende 2021 vorgesehen“, teilt Kerstin Kruppok mit.

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