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Technologie im Vormarsch: 5G hat nun den Landkreis Starnberg erreicht.

Neue Mobilfunk-Technologie

5G: Turbo-Ausbau im Landkreis Starnberg läuft - Mehrere Standorte schon in Betrieb

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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Die teilweise kritisch beäugte Mobilfunk-Technologie 5G ist Realität: Die Telekom hat die ersten neun Standorte im Landkreis aufgerüstet. Bis Monatsende könnte der halbe Landkreis versorgt sein. Vodafone will nachziehen.

Landkreis– Mehr als 16 Millionen Menschen können in Deutschland bereits das 5G-Netz der Telekom nutzen. Bis Ende Juli will das Unternehmen bundesweit eine 50-Prozent-Versorgung mit dem neuen Mobilfunk-Standard erreichen. „Das wird dann in etwa auch im Landkreis Starnberg so sein. Die Details stehen aber noch nicht fest, weil jeder Standort durch die Bundesnetzagentur freigegeben werden muss“, schreibt Telekom-Sprecher Dr. Markus Jodl auf Nachfrage. Der Turbo-Ausbau begann mit neun bestehenden Mobilfunkstandorten, die kürzlich um die Technologie erweitert wurden – in Starnberg, Berg, Gauting, Herrsching, Seefeld und Weßling.

Vodafone will nachziehen und die 5G-Antennen zunächst an den 41 bestehenden Mobilfunkstationen im Landkreis anbringen: also zum Beispiel an Funkmasten, Kirchtürmen oder auf Hausdächern. Das geschehe Zug um Zug. „Zum jetzigen Zeitpunkt steht noch nicht fest, wann wir an welchen Standorten 5G-Technik installieren werden“, schreibt Konzernsprecher Volker Petendorf. „Mittelfristiges Ziel ist es, möglichst die gesamte Bevölkerung und damit alle besiedelten Gebiete im Landkreis an das Netz anzuschließen.“ Außerdem will Vodafone bis Mitte 2021 sechs LTE(4G)-Bauprojekte realisieren. In Andechs und Herrsching sind neue Stationen geplant, in Gauting (2), Seefeld und Starnberg bekommen die Standorte erstmals LTE-Technik. Ziel sei es, das LTE-Netz in der Fläche weiter auszubauen sowie die Geschwindigkeiten und Kapazitäten im Versorgungsgebiet der Stationen zu erhöhen.

5G: Vodafone spricht von einer „Netzrevolution“

Telefónica Deutschland/O2 ist noch mit dem 5G-Ausbau in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt beschäftigt und will damit Ende 2021 größtenteils fertig sein. 2022 folgen dann 30 weitere Städte mit insgesamt 16 Millionen Einwohnern. „Mit Planungen für eine zeitnahe 5G-Versorgung im Landkreis Starnberg haben wir – Stand heute – bisher nicht begonnen. Dies kann sich jedoch jederzeit, abhängig von Bedarf und Nachfrage, ändern“, teilt Sprecher Jörg Borm mit.

Einerseits ist 5G ein Versprechen. Vodafone spricht von einer „Netzrevolution, die für zahlreiche Branchen und Industrien neue Produkte mit sich bringt und unseren Alltag in vielen Bereichen lebenswerter macht“. Dank der Mobilfunk-Technologie würden verzögerungsfreie Informationen „eine Welt ohne Ampeln, Staus und Verkehrstote“ ermöglichen. „Es werden Fernoperationen möglich sein, bei denen der Arzt gar nicht im Operationssaal anwesend sein muss“, und „Dienste entstehen, die wir uns jetzt noch nicht ausmalen können“, prophezeit die Presseabteilung des Konzerns.

Andererseits stößt 5G teilweise auf Ablehnung. Das zeigen nicht nur die Bürgerinitiative „5G-freies Tutzing“, die Bürgermeisterin Marlene Greinwald zuletzt 700 Unterschriften gegen die Technologie übergab, sondern auch die Online-Petition „Smart City Dießen stoppen!“ und eine Dienstbesprechung der Landkreis-Bürgermeister im Januar: Sie ließen sich informieren, wie Gemeinden Einfluss auf 5G-Standorte nehmen können. Die Antwort: Bauplanerisch haben die Kommunen kaum Möglichkeiten, an bestehenden Funkmasten zu rütteln.

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