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Abschlussprüfungen

Viel Glück den Abiturienten

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  • Jörg von Rohland
    Jörg von Rohland
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Ab heute morgen, Punkt 9 Uhr, rauchen auch im Landkreis wieder die Köpfe: Mit Mathematik starten in den Gymnasien in Starnberg, Gilching, Tutzing und Gauting sowie dem Landschulheim Kempfenhausen 580 Schüler in ihre Abiturprüfungen; im benachbarten Dießen sind es im Ammerseegymnasium 84 Prüflinge

Landkreis – Bis zu den Pfingstferien folgen Deutsch, eine Fremdsprache sowie zwei weitere Fächer in den Kolloqiumsprüfungen. Noch vor den Ferien werden die Noten bekannt gegeben – dann wissen die Schüler, ob sie in mögliche Nachprüfungen müssen. Am 30. Juni erhalten sie die ersehnten Abiturzeugnisse. Oder auch nicht, doch die Lehrer sind zuversichtlich. „Die Schüler wurden zum Abitur zugelassen, das bedeutet schon eine gute Erfolgsaussicht“, sagt die Oberstufenkoordinatorin in Starnberg, Monika Baum.

Noch geht in den Gymnasien alles seinen gewohnten Weg, die beschlossene Wiedereinführung des G9 ist für das Abitur noch lange kein Thema. So auch in Tutzing: An dem Gymnasium stellen sich heute Vormittag 81 Jugendliche den Matheaufgaben. Hinzu kommen laut Direktor Bruno Habersetzer elf „andere Bewerber“: Das sind Schüler, die von einer Privat- oder Ersatzschule nach Tutzing kommen und als Externe ihr Abitur machen. „Sie müssen sich einem Acht-Fächer-Abitur unterziehen und haben vier schriftliche und vier mündliche Prüfungen“, erläutert Habersetzer den erheblichen Mehraufwand für Schüler und Lehrer. Die Zahl dieser Bewerber steige im Raum München stark an und bedeute für die Schulen viel Extra-Arbeit.

Im Starnberger Gymnasium gibt es 22 mal acht Zusatzklausuren zu korrigieren. Von den 128 Abiturienten sind 22 Montessori-Schüler aus Biberkor. „Das ist eine große Herausforderung für die Lehrer und verlangt viel Organisation“, sagt Oberstufenkoordinatorin Braun.

Nächste Woche starten die Neuanmeldungen

Der Kelch mit den externen Prüflingen geht heuer am Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching vorbei, und Schulleiter Peter Meyer ist froh darum. „Das ist immer eine massiver Mehraufwand.“ Das Gilchinger Gymnasium hat auch so genug zu tun. Mit seinen 156 Abiturienten ist es heuer wieder Spitzenreiter im Kreis. In Gauting sind es 129, in Kempfenhausen 75.

Im Ammerseegymnasiumgeht es für 84 Schüler um die Wurst. Direktor Alfred Lippl warnt sie dringend davor, bei den Abituraufgaben zu tricksen. Eine Abiturprüfung sei eine sehr ernste Angelegenheit. Schon ein nicht abgegebenes Handy gelte als „Unterschleif“, die Prüfung werde mit null Punkten gewertet.

Mit einem Auge schielen die Direktoren derweil auch schon auf die kommende Woche. Dann melden sich die Viertklässler an, die gestern ihre Übertrittszeugnisse erhalten haben. Die Schüler, die im Herbst starten, sind bereits G9-Schüler – auch wenn sich für die Schulen organisatorisch erst mal nichts ändert. Noch fehlen die entscheidenden Anweisungen des Kultusministeriums, die den Schulen einen konkreten Leitfaden für die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium geben.

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