Das Gymnasium Starnberg hat am Freitag seinen Abschlussjahrgang entlassen. Nach der Zeugnisübergabe in der Turnhalle (mit Masken) ging’s zum Fototermin auf den roten Platz.
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Das Gymnasium Starnberg hat am Freitag seinen Abschlussjahrgang entlassen. Nach der Zeugnisübergabe in der Turnhalle (mit Masken) ging’s zum Fototermin auf den roten Platz.

Zeugnisverleihung

Abschied vom Rekord-Jahrgang in Starnberg: 89 Schüler haben das Abi bestanden

  • Peter Schiebel
    VonPeter Schiebel
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Alle 89 Kandidaten haben in diesem Jahr am Gymnasium Starnberg das Abitur geschafft – und das in der Summe sogar mit einem Notenrekord. Am Freitag verabschiedete die Schule den Jahrgang. Wie schon im Vorjahr fiel die Feier kleiner aus als früher.

Starnberg – Es gab ein bisschen Musik, es gab goldglänzende Luftballons „ABI 2021“, und es gab sogar einen roten Teppich. Vor allem aber gab es im Gymnasium Starnberg am Freitagvormittag für 89 junge Menschen die Abiturzeugnisse. Im zweiten Corona-Jahr nacheinander hatte die Schulleitung die kleine Lösung wählen müssen: Schulturnhalle statt Schlossberghalle, fünf kleine Verleihungen statt einer großen, reduziertes Rahmenprogramm, dazu Abstandsregeln und Maskenpflicht.

Das Gymnasium Starnberg hat am Freitag seinen Abschlussjahrgang entlassen. Nach der Zeugnisübergabe in der Turnhalle (mit Masken) ging’s zum Fototermin auf den roten Platz.

„Wir haben uns notgedrungen an dem Ort versammelt, an dem ihr vor wenigen Wochen noch gezittert, gehofft und viele Stunden verbracht hat“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Uta Lechner, die mit Stolz und Dankbarkeit auf den Jahrgang blickte. Kein einziger der 89 Kandidaten sei durchgefallen, sagte sie. 48 Abiturienten hätten eine Eins vor dem Komma, 22 sogar die Note 1,5 oder besser.

Das Gymnasium Starnberg hat am Freitag seinen Abschlussjahrgang entlassen. Nach der Zeugnisübergabe in der Turnhalle (mit Masken) ging’s zum Fototermin auf den roten Platz.

„Der Gesamtschnitt ist der beste der Schule, soweit die Erinnerungen von Herrn Parsch zurückreichen“, sagte sie. Schulleiter Josef Parsch ist seit 19 Jahren am Gymnasium. Den aktuellen Jahrgang habe es durch Corona „besonders hart getroffen“, sagte er in seiner Rede, die bei den fünf Durchgängen leicht variierte. „Die damit verbundenen Maßnahmen haben eure Freizeit nicht nur in der Schule, sondern auch privat massiv beschnitten.“ Umso mehr hoffe er nun, „dass ihr die neu gewonnene Freiheit ausgiebig genießen und die eine oder andere Erfahrung nachholen könnt, ohne dass die Inzidenzwerte im Landkreis wieder deutlich ansteigen“.

Das Gymnasium Starnberg hat am Freitag seinen Abschlussjahrgang entlassen. Nach der Zeugnisübergabe in der Turnhalle (mit Masken) ging’s zum Fototermin auf den roten Platz.

Parsch wünschte seinen nun ehemaligen Schützlingen Glück auf ihrem weiteren Weg. „Gemeint ist damit aber nicht das Glück, das einem einfach zufällt wie ein Lottogewinn, sondern das Glück eines sinnvollen und erfüllten Lebens.“ Reichtum und Erfolg seien das nicht zwangsläufig. Am Ende komme es darauf an, den richtigen Platz im Leben zu finden, beruflich und privat.

Ein dickes Lob für den Jahrgang hatte auch Oberstufenkoordinatorin Monika Baum parat. Zwei Jahre hätten sie den besonderen Herausforderungen getrotzt und sich gegenseitig Mut gemacht, sagte sie. „Es ist der Jahrgang, der mir am meisten ans Herz gewachsen ist.“ Anschließend charakterisierte sie jede und jeden mit einem kurzen Sätzchen. Einer sei etwa „der Fels in der Brandung“ gewesen, eine andere „die tiefgründige Beobachterin“, der nächste „eine große Bereicherung für den Unterricht“, und eine weitere habe gezeigt, „was man schaffen kann, wenn man an sich glaubt“. Sie seien freundlich, hilfsbereit, engagiert, sprachgewandt, ruhig, diplomatisch, aber auch „leicht verpeilt“. Zu den Zeugnissen aus den Händen von Josef Parsch bekam jeder Abiturient noch eine Sonnenblume und zwei schriftliche Grußbotschaften.

Das Gymnasium Starnberg hat am Freitag seinen Abschlussjahrgang entlassen. Nach der Zeugnisübergabe in der Turnhalle (mit Masken) ging’s zum Fototermin auf den roten Platz.

Bürgermeister Patrick Janik wünscht darin „einen offenen Geist, offene Augen, Instinkt und Mut“. Denn nur wer so durch Leben gehe, sehe alle Möglichkeiten und Chancen, die sich ihm bieten, sei in der Lage, diese zu ergreifen und auch schwierige Entscheidungen zu treffen. Elternbeiratsvorsitzende Tatjana von Groll-Schacht appelliert in ihrem Schreiben: „Bleibt tolerant gegenüber euren Mitmenschen (...) Je nach Situation werdet ihr erfahren, dass es viele Arten von Toleranz gibt – Duldung, Koexistenz, Respekt, Liebe – und dass es auch um die Grenzen der Toleranz gehen muss, wenn jemand sich außerhalb unserer Grundwerte stellt.“

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