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Der Sonntag in der Seestraße: Die eine Seite der Einbahnstraße ist zugeparkt wie ehedem, daran ändert auch der abmarkierte Fahrradschutzstreifen nichts.
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Radfahrer frei – bloß ist auf ihrem Weg kein Platz.
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Symbol ohne Wert: Es entspricht nicht den Vorgaben.

Verkehr

Seestraße: Radlstreifen interessiert keinen

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Radlschutzstreifen sollen das Parkchaos in der Seestraße in Percha beseitigen. Das ging am ersten Bewährungswochenende ordentlich in die Hose.  

Percha – Jetzt dürfte der Wirbel um die Seestraße in Percha erst richtig losgehen. Bekanntlich hat ja die Stadt auf der Wohnstraße einen Fahrradschutzstreifen anlegen lassen. Damit sollten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: eine sichere Verbindung für Radler, auch entgegen der Einbahnstraße – und ein besseres Durchkommen für Rettungsdienste, weil mit dem Schutzstreifen nicht mehr nur auf einer, sondern auf beiden Seiten der kleinen Straße ein absolutes Halteverbot gelten soll. Bloß: Beim ersten Härtetest am Wochenende ist die Konstruktion komplett durchgefallen.

„Es war alles zugeparkt“, berichtet Anlieger Richard Forster dem Starnberger Merkur. „Da ging gar nix mehr.“ Die Badegäste und Ausflügler – viele von ihnen aus München – hätten sich um die Radler-Markierung nicht gekümmert und wie ehedem ihre Autos dort abgestellt. Hinzu seien „Massen von Radfahrern“ gekommen, die nun die Einbahnstraße Seestraße in beide Richtungen befahren. Forster: „Da ist das Chaos noch mal eine Stufe größer geworden.“ Was ihn besonders ärgert: Kontrollen seitens der Polizei oder des städtischen Ordnungsamtes habe es nicht gegeben. „Da muss man auch mal hingehen und aufschreiben und nicht nur einen Strich hinmalen“, sagt der Anwohner.

So schnell wird sich daran aber nichts ändern – zumindest seitens der Polizei. Johannes Bauer, der Sachbearbeiter Verkehr bei der PI Starnberg, lässt an dem Fahrradschutzstreifen nämlich kein gutes Haar. „Er entspricht nicht den Regeln“, sagt er. Das Mindestmaß von 1,25 Meter werde nicht eingehalten, der Radlstreifen bestehe größtenteils aus unbefestigtem Fahrbahnrand, der zumeist noch Privatgrund sei, und auch das aufgemalte Piktogramm entspreche nicht den Vorgaben. Bauers Fazit: „Ein Einschreiten ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.“ Heißt im Klartext: Wer sich dort hinstellt, wird von der Polizei bis auf weiteres nicht aufgeschrieben.

Er hat am Montag das Landratsamt eingeschaltet mit der Bitte um Klärung. Dort war gestern Nachmittag keine aktuelle Stellungnahme einzuholen, auch nicht im Rathaus. Dennoch steht fest, dass das letzte Wort in der Seestraße noch nicht gesprochen ist.

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