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Klaus Doldinger

All that Jazz@Starnberg

Im Jazz trifft sich die Welt

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Andechs - Mit sieben Konzerten in der Schlossberghalle und zwei Sonderkonzerten auf dem See wird die Reihe All that Jazz@Starnberg 2017 fortgesetzt

Die Intensität der einzelen Konzerte in der Reihe All that Jazz@Starnberg nimmt offensichtlich mit der Anzahl der Konzerte zu. Zum Einstand im Jahr 2015 waren es noch vier Konzerte, in diesem Jahr legten die Veranstalter Dr. Manfred Frei und Irina Frühwirth sechs Termine vor. Und obwohl in der aktuellen Reihe noch zwei Termine ausstehen (Georg Ringsgwandl am 28. November/Voices in Time am 22.Dezember), präsentierten Frei und Frühwirth schon gestern in der Schlossberghalle das Programm 2017 – diesmal mit neun Konzerten.

„Es sind alles kleine oder große Meister“, freute sich Frei. Einen platzierte er gleich neben sich: Klaus Doldinger. Gemeinsam wollen die Freunde neue Wege gehen, Grenzen zwischen Klassik und Jazz aufbrechen. Klassische Musik hat nach Meinung des Gautingers Frei aufgehört kreativ zu sein – „das klingt ein bisschen bissig, aber sonst macht es ja auch keinen Spaß“. „Im Jazz trifft sich die Welt“, sagt er und weiß zumindest, warum. Seine Produktionsfirma Loft hat mehr als 300 Dokumentationen über berühmte Musiker veröffentlicht. Nur eines von vielen Projekten des renommierten Veranstalters. „Die Zukunft ist die globale Welt, da wollen wir mitmischen – in aller Bescheidenheit.“

In dieser Bescheidenheit sollen 2017 neun Konzerte stattfinden. Was mit Mainstream 2015 angefangen hat, soll in der Fortsetzung den Weg bereiten auch für Bands, die keinem großen Publikum bekannt sind. Aber eben auch Größen wie Doldinger, der schon 2015 dabei war. 2017 begibt sich der Jazz-Saxophonist mit der klassischen Ausbildung für ein Sonderkonzert auf die MS Starnberg. An seiner Seite das Orchester der Kammeroper München und Musiker von „Passport“. Der Starnberger See ist für ihn kein unsicheres Wasser, „ich hab meinen letzten runden Geburtstag (80) schon auf der MS Starnberg gefeiert. Das war sehr schön.“ Mit nur 270 verfügbaren Plätzen wird auch das Konzert im Mai eine eher private Runde. Ensprechend teuer sind die Karten: 120 Euro. Im Abonnement um 20 Prozent reduziert. „Der Preis ist eine schmerzliche Notwendigkeit“, sagt Frei. In den Kosten ist ein Essen inklusive. Anders sei es leider nicht buchbar.

Dasselbe gilt für das Sonderkonzert mit Konstantin Wecker, ebenfalls auf dem See und nicht in der Schlossberghalle. „Der Meister ist hier ganz bei sich selbst und ganz nah beim Publikum“, freuen sich die Veranstalter. Mit den großen Namen sollten sich aber auch hochpreisige Karten verkaufen lassen. Die übrigen Konzerte bleiben im gewohnten Rahmen, sowohl, was den Preis angeht (19 bis 25 Euro) als auch, was den Veranstaltungsort angeht – die Schlossberghalle.

Nachdem die ersten beiden Jahre mit Fördermitteln gut unterstützt worden sind, „wir konnten richtig Geld in die Hand nehmen“ (Frei), müssen Frei und Frühwirth in diesem Jahr rechnen. Umso größer die Freude, dass die Stadt Starnberg die Förderung für 2017 verdoppelt hat. „Jetzt stehen wir da“, so Frei, „es ist wie ein Neuanfang. Es geht auch darum, Sponsoren zu finden.“ Mit 76 Jahren nimmt Frei aber auch diese Herausforderung – noch immer voller Tatendrang – an.

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