Guter Auftakt für neue Annahmestelle: AWISTA-Vorstand Christoph Wufka (r.) schaute am Donnerstagnachmittag bei Wertstoffhofmitarbeiter Franz Viehl an der Hanfelder Straße vorbei – da waren bereits mehr als 100 Gartenbesitzer dort und hatten ihr Grüngut abgeliefert.
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Guter Auftakt für neue Annahmestelle: AWISTA-Vorstand Christoph Wufka (r.) schaute am Donnerstagnachmittag bei Wertstoffhofmitarbeiter Franz Viehl an der Hanfelder Straße vorbei – da waren bereits mehr als 100 Gartenbesitzer dort und hatten ihr Grüngut abgeliefert.

Grüngutstelle

Alle zweieinhalb Minuten ein Kunde

Die neue Grüngutannahmestelle am Hanfelder Kreisel ist schon am ersten Tag ein Renner gewesen. Im Durchschnitt alle zweieinhalb Minuten fuhr ein Kunde auf den Hof und gab Grüngut ab. Der Plan des Kommunalunternehmens AWISTA, den Wertstoffhof zu entlasten, ist aufgegangen.

Starnberg – Das Konzept geht auf: Während an der neuen Grüngutannahmestelle am Hanfelder Kreisel am ersten Tag mehr als 180 Anlieferer Grüngut ablieferten, herrschte am Wertstoffhof im Gewerbegebiet und damit auf der neuerdings durchgängig befahrbaren Petersbrunner Straße mehr Ruhe.

Die Entlastung des Wertstoffhofes und die Vermeidung von Staus waren Hintergrund für die Eröffnung der neuen Annahmestelle (wir berichteten). Das Personal an der Petersbrunner Straße habe berichtet, dass „man sehr wohl merkt, dass weniger Fahrverkehr am Hof war. Somit geht unser Plan auf, den Fahrverkehr in der Petersbrunner Straße durch die neue Anlage zu reduzieren“, resümierte AWISTA-Sprecher Sebastian Roth am Donnerstagnachmittag. Der Wertstoffhof nimmt seit 1. April kein Grüngut mehr an – es muss zwingend zur neuen Annahmestelle oder zu einem anderen Wertstoffhof, der noch Grüngut annimmt. Dessen Menge ist übrigens gewaltig: Pro Jahr sammelt das Kommunalunternehmen 12 500 bis 13 000 Tonnen. Rund 60 Prozent davon werden an Wertstoffhöfen abgeliefert, die übrigen Mengen direkt zur Kompostieranlage nach Hadorf gebracht.

183 Anlieferer waren es bis zum späten Donnerstag, alle zweieinhalb Minuten einer. Laut Roth kamen 55 Kubikmeter zusammen. „Die Grüngutsammelstelle wurde von den Anliefernden überwiegend positiv aufgenommen“, so seine Bilanz.

Und was passiert mit dem Grüngut, das vor allem aus Rasenschnitt und dergleichen besteht? „Das Grüngut wird durch das AWISTA-Personal mit dem eigenen Lkw nach Hadorf gebracht.“ Auf der Kompostierungsanlage wird es im offenen Rotteverfahren weiter verarbeitet. Im Rahmen der Verwertung würden jährlich zwischen 1000 und 1500 Tonnen und Material mit höherem Holzanteil in Biomasseheizkraftwerken thermisch verwertet, heißt verbrannt – eine nachhaltige Wärme- und Stromerzeugung, betont Roth. Aus dem Rest entstehen durch Kompostierung 4500 bis 5000 Tonnen zertifizierter Kompost pro Jahr, der zum Teil an die Landwirtschaft, an Erdenwerke und im geringen Umfang an Privatpersonen abgegeben wird. Erdenwerke sind die Hersteller von abgepacktem Erdreich und dergleichen.

Die neue Grüngutannahmestelle, erreichbar über die Kreiselausfahrt zum Betriebshof (Hanfelder Straße 100), ist wie folgt geöffnet: April bis Oktober dienstags bis freitags 8.30 bis 12 und 14 bis 18 Uhr und samstags 8.30 bis 13 Uhr. Im November ist es nachmittags eine Stunde früher (bis 17 Uhr). In den Wintermonaten Dezember bis März ist sie wie alle Grüngutannahmestellen – es gibt noch welche in Gilching und Krailling – geschlossen.

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