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Der berühmte Kirchturm im Reschensee muss herhalten für ein Gruppenfoto.

Kreisjugendring

Ziel jetzt näher als der Weg zurück

Das Ziel Gardasee rückt für die Alpenüberquerer des Kreisjugendrings Starnberg immer näher. Die Etappe am Dienstag hatte es in sich. Der Reschenpass lag vor den jungen Radfahrern. Tour-Leiter Claus Piesch berichtet:

Landkreis „Nach dem gestrigen Tagesabschluss am Lagerfeuer und einer ruhigen und erholsamen Nacht sind die Radler heute Morgen deutlich munterer. Etwas aufgeregt, was auf sie wartet, fährt die Gruppe dem zweiten Pass der Tour entgegen.

Gleich nach dem Verlassen des Zeltplatzes geht es für uns unter der bekannten Kajetansbrücke hindurch und zehn Kilometer bis nach Martina an der Grenze zur Schweiz. Der Abschnitt verläuft mehrere Kilometer auf der Straße. Daneben ist der weitere Ausbau des Inn-Radweges im vollen Gange. Am Grenzübergang gibt es noch einen Halt zur Vorbereitung auf den Anstiegs. Die vier Radlergruppen werden den Betreuern zugeteilt. Für den langen Anstieg ist es wichtig, dass diese Gruppen verteilt fahren. Das Abenteuer startet mit einem gemeinsamen Einschwören. Dann geht es vor der Grenze links ab Richtung Reschenpass.

Georgio Tessmer (13) aus Starnberg und Nicola Triest (13) aus Gilching (r.) holen sich beim Kickern gegen John Lion Sander (13) und Lorenz Maier (16), beide aus Feldafing, etwas ausgleichende Bewegung zum Radfahren. Nicola war schon bei einigen Freizeiten des Kreisjugendrings dabei. Lorenz ist die Route der Alpenüberquerung schon einmal mit seinem Vater geradelt.

Der erste Abschnitt sind elf Kehren auf sechs Kilometer Länge bis zur Norbertshöhe. Die Gruppen halten so gut zusammen, dass alle Teilnehmer die Auffahrt schaffen. Für einige Jungs ist die Motivation und Unterstützung durch die anderen nötig. Eine kurze Pause wird genutzt, um die Getränkevorräte auffüllen zu lassen von unseren beiden Versorgern Stefan und Thomas.

Nach kurzer Abfahrt Richtung Nauders steigt der Weg bis zum eigentlichen Pass noch einmal deutlich an. Die höchste Erhebung für Radler, deren Route etwas höher als die Straße verläuft, liegt bei über 1500 Meter. Entlang des Reschensee-Ostufers erreichen wir den berühmten Kirchturm im See bei Graun. Ein Foto mit allen Teilnehmern davor ist obligatorisch.

Ein kleines Stück weiter folgt die Brotzeit-Pause. Die Anstrengung für alle wird deutlich, weil die doppelte Menge Verpflegung als sonst benötigt wird. Etwas Ausruhen am Seeufer gönnen wir uns auch.

Bis zum Ende des Sees verläuft die weitere Route meistens flach. Dann folgt auf dem gut ausgebauten Radweg eine rasante Abfahrt, die alle sehr begeistert. Über Burgeis und Glurns fahren wir bis Prad am Stilfserjoch zu unserem heutigen Zeltplatz. Damit sind weitere 60 Kilometer geschafft und der Weg zurück ist jetzt weiter als der Weg zum Ziel.

Waren es beim Fernpass zahlreiche Unterbrechungen wegen herausgesprungener Ketten, die überwiegend durch Schaltfehler begründet waren, so gab es heute einige Zwangspausen wegen platter Reifen. Am Abend sind bei einer Scheibenbremse noch die Beläge zu erneuern und mehrere Schaltungen neu einzustellen. Auch sind mehrere Ketten zu ölen. Die Materialpflege während einer Tour ist also nicht zu vernachlässigen.

Zum Abendessen gibt es zur Stärkung einen großen Topf Milchreis. Nur ein kleiner Anstandsrest lassen die jungen Leute übrig. Lange bleiben die Alpenüberquerer heute nicht mehr wach…“

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