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Anderer Ort, wohl ähnliche Ursache: Dieses Bild zeigt einen Brandanschlag auf einen Bundeswehr-Laster in Leipzig.

Kriminalität

Anschlag auf Bundeswehr-Lkw: MAD und Kripo kommen kaum weiter

Der Brand eines Bundeswehr-Lkw in Percha vor vier Wochen war ein Anschlag. Das steht nach weiteren Untersuchungen der Kriminalpolizei und des Landeskriminalamtes (LKA) fest.

Percha– Es seien konkrete Hinweise auf einen Brandbeschleuniger gefunden worden, erklärte der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Hans-Peter Kammerer, auf Anfrage. Ein Gutachten des LKA zur genauen Brandursache liegt aber noch nicht vor. Bei dem Anschlag war ein Lkw der Bundeswehr-Taucher weitgehend ausgebrannt, der Schaden wurde auf rund 200 000 Euro beziffert.

Ein Bekennerschreiben oder ähnliches linksextremer Gruppen liegt nicht vor. Auf entsprechenden Internetseiten – auch den Nachfolgern einer vor wenigen Wochen verbotenen Plattform – finden sich zwar Berichte über den Brand, die unverhohlen Zustimmung erkennen lassen und eine Verbindung zu einem Angriff auf Anordnung der Bundeswehr in Afghanistan fast auf den Tag acht Jahre vor dem Perchaer Brand herstellen. Ein Bekenntnis ist dort nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden nicht zu finden. Die Kripo arbeite mit LKA und auch dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) zusammen, erklärte Kammerer. Zu einer konkreten Spur führte das bisher aber nicht.

Das Gelände in Percha ist zwar ein Bundeswehr-Areal, aber kein militärischer Sicherheitsbereich, der besonders abgeschirmt wird. Vor allem von der Seeseite sei der Zugang einfach gewesen. Ob der oder die Täter auf diesem Weg auf das Gelände gelangt waren, ist ungeklärt. Die Ermittlungen gehen weiter. 

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