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Der Hügel ist wieder da: Die Bauarbeiten an der Westumfahrung schreiten voran, die Grünbrücke ist inzwischen aufgeschüttet. Mit der Verkehrsfreigabe eröffnen sich für Starnberg neue Möglichkeiten – die sollen in den kommenden Monaten besprochen werden. 

Verkehr in Starnberg

Appetit auf die Westumfahrung

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Mit Fertigstellung der Starnberger Westumfahrung in der zweiten Jahreshälfte bekommt die Stadt die Chance, Hanfelder und Söckinger Straße umzugestalten. Bürgermeisterin Eva John will Pläne dafür in den nächsten Monaten vorlegen.

Starnberg – Der genaue Termin steht noch nicht fest, aber dennoch werden alle lärm- und abgasgeplagten Anwohner entlang der Hanfelder und der Söckinger Straße ihn herbeisehnen: Ende des Jahres soll die Westumfahrung von Starnberg in Betrieb gehen. Die 3,5 Kilometer lange Trasse soll einen Teil des Verkehrs aus Richtung Norden und A 96 bereits vor der Stadt abfangen und an Söcking vorbei zum Maxhofkreisel und der B 2 bringen – das gilt in umgekehrter Richtung natürlich auch für den Verkehr aus Richtung Weilheim in Richtung Norden. „Ich freue mich richtig auf diese Straße“, sagt Bürgermeisterin Eva John im Gespräch mit dem Starnberger Merkur – und schiebt gleich nach: „Wir müssen uns jetzt Gedanken über die Neugestaltung und den Umbau der Hanfelder und der Söckinger Straße machen.“

Beide Nord-Süd-Verbindungen mit Anbindung an die B 2 sind bislang Staatsstraßen, werden mit Verkehrsfreigabe der Westumfahrung allerdings zu Gemeindestraßen abgestuft. Damit erlangt die Stadt quasi die Hoheit über die Straßen – und damit auch die Möglichkeiten, sie baulich zu verändern. Dass dies dringend geboten ist, steht für John außer Frage. Die Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 weist für die Hanfelder Straße eine tägliche Belastung von 12 700 Fahrzeugen im Bereich des Tutzinger-Hof-Platzes und bis zu 17 400 im Bereich Oßwaldstraße sowie für die Söckinger Straße von 8100 Fahrzeugen aus. Die Prognose „Nullfall 2030“ geht von 12 600 Fahrzeugen auf der Hanfelder im Bereich des Tutzinger-Hof-Platzes bis zu 16 900 auf Höhe Oßwaldstraße und 6200 Fahrzeugen auf der Söckinger Straße aus – damit bezeichneten die Planer die Verkehrsbelastung nach Fertigstellung der Westumfahrung ohne weitere verkehrslenkende Maßnahmen.

Erste Überlegungen, den Durchgangsverkehr auf die Umfahrung zu bringen

Klare Schlussfolgerung: Um Auto- und Brummifahrern die Westumfahrung zusätzlich schmackhaft zu machen, müssen auch die bisherigen Routen für den Durchgangsverkehr möglichst unattraktiv werden, vor allem die Hanfelder Straße. „Geordnete Parkflächen, Geschwindigkeitsbeschränkungen, sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger“, sagt John über mögliche Maßnahmen. Und: „Wir werden uns auch über ein Lkw-Verbot Gedanken machen.“ Gerade auf der Hanfelder Straße wird der Schwerlastverkehr als Problem wahrgenommen. John: „Es wird zwar keine Lkw-freie Hanfelder Straße geben, aber wir müssen die Zahl der Laster dort auf ein erträgliches Maß reduzieren.“

Ein zeitliches Ziel hat John dabei im Blick: Ende des Jahres, zeitgleich zur Freigabe der Westumfahrung. „Beides muss Hand in Hand gehen“, sagt die Bürgermeisterin. „Die Autofahrer sollen das neue Angebot nutzen und gleichzeitig die Grenzen im bewohnten Stadtgebiet respektieren.“ Noch vor den Sommerferien will John dem Stadtrat deshalb erste Überlegungen vorstellen.

Unabhängig davon gehen die Vorbereitungen für den Umbau der Waldkreuzung und der Kreisstraße STA3 bei Mamhofen voran. Bekanntlich will das Staatliche Bauamt Weilheim einen kreuzungsfreien Bypass aus Richtung Gilching/A 96 in Richtung Westumfahrung bauen und die STA3 so begradigen, dass dort künftig maximal Tempo 100 möglich ist. Auch diese Maßnahme soll der Attraktivität der Westumfahrung dienen.

Dass dafür bestehende Rad-, Wander- und Reitwege im Bereich von Gut Mamhofen gekappt werden, hält Eva John nach wie vor für „einen großen Fehler“. Die Planung sei nicht zu Ende gedacht, die Überlegungen der Stadt seien zu wenig berücksichtigt worden. „Aber der Zug war schon abgefahren, als das Thema bei uns im Stadtrat war“, sagt die Bürgermeisterin.

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