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Arbeiten für Verkehrsinsel auf Münchner Straße starten

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Von: Peter Schiebel

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Der letzte Abschnitt des Nordzulaufs zum B 2-Tunnel ist die Kreuzung Gautinger/Münchner/Uhdestraße (auf einem Foto aus der Zeit vor Beginn des Ausbaus). Nächste Woche wird eine 50 Meter lange Verkehrsinsel eingebaut.
Der letzte Abschnitt des Nordzulaufs zum B 2-Tunnel ist die Kreuzung Gautinger/Münchner/Uhdestraße (auf einem Foto aus der Zeit vor Beginn des Ausbaus). Nächste Woche wird eine 50 Meter lange Verkehrsinsel eingebaut. © Andrea Jaksch

Das augenscheinlichste Vorhaben des B 2-Tunnelprojekts in diesem Jahr soll nächste Woche in Angriff genommen werden: der Bau einer 50 Meter langen Verkehrsinsel im Kreuzungsbereich Gautinger Straße/Uhdestraße.

Starnberg – Die Weltpolitik macht selbst vor der kleinen Kreisstadt Starnberg nicht Halt. Denn während des G7-Gipfels Ende Juni in Elmau muss die komplette B 2 von Starnberg bis an den Alpenrand frei von Baustellen sein. Das hat der Bund so angeordnet, weil die Bundesstraße die Umleitungsstrecke für die Garmischer Autobahn ist. Was das konkret mit Starnberg zu tun hat? Das Staatliche Bauamt Weilheim muss mit seinen Baumaßnahmen auf der Bundesstraße Gas geben. „Vom 23. bis 28. Juni darf es auf der B 2 keine Verkehrsbeeinträchtigungen geben“, sagt Oliver Schneider, der Oberbauleiter des Tunnelprojekts, im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Baustelle geplantvom 5. Mai bis 3. Juni

Bereits kommende Woche beginnt der Bau der Verkehrsinsel im Kreuzungsbereich B 2/Gautinger Straße/Uhdestraße. Sie wird rund 50 Meter lang, bis zu 2,50 Meter breit und vorne und hinten begrünt. An der Insel wird es eine Bedarfsampel für Fußgänger geben, die an dieser Stelle die Bundesstraße sicher überqueren sollen. Die aktuelle Ampelanlage wird dafür abgebaut. Sie ist nicht mehr erforderlich, weil Autofahrer an dieser Kreuzung in Zukunft aus allen vier Richtungen nur noch rechts abbiegen (oder auf der B 2 geradeaus fahren) können.

„Der Umbau verfolgt das grundsätzliche Ziel, den Verkehrsfluss zu optimieren, je näher man an das Nordportal rückt“, heißt es in einer Mitteilung des Bauamts. Die Haupterschließung für das Gewerbegebiet soll spätestens dann über die Petersbrunner Straße erfolgen.

Die Baustelleneinrichtung ist für die Nacht von Donnerstag, 5., auf Freitag, 6. Mai, vorgesehen. Von diesem Zeitpunkt an steht im Baustellenbereich stadteinwärts vorübergehend nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Stadtauswärts bleibt es bei zwei Fahrspuren. Es sei kurzfristig überlegt worden, eine Wechselspur – morgens stadteinwärts, nachmittags stadtauswärts – einzurichten, sagt Schneider. Das habe sich auch nach Rücksprache mit Polizei und Landratsamt aber als nicht realisierbar erwiesen. Die Bauzeit gibt die Behörde mit „voraussichtlich vier Wochen bis Freitag, 3. Juni“ an. Anschließend, aber noch vor dem G7-Gipfel, sei geplant, die Deckschicht in dem Bereich fertigzustellen, sagt Schneider. Dafür soll an zwei Wochenenden im 24-Stunden-Betrieb gearbeitet werden, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Während des Baus der Verkehrsinsel lassen sich diese aber nicht vermeiden. So ist es dann nicht möglich, aus Richtung Stadtmitte nach links auf die Gautinger Straße und nach rechts auf die Uhdestraße einzubiegen. Auch aus Richtung Autobahn kann nicht auf die Uhdestraße eingebogen werden. Die Umleitung erfolgt über die Perchastraße.

Zufahrt zu Tankstellenund Betrieben möglich

Die Zufahrt zur Esso-Tankstelle, zum Getränkemarkt und zum Fitnessstudio an der Münchner Straße sind aber möglich. Von der Tankstelle aus können Verkehrsteilnehmer auch auf die Uhdestraße fahren und von da aus weiter auf die B 2 Richtung Autobahn. Die bestehende Fußgängerampel auf Höhe der Firma Pharmatechnik ist in Betrieb, der Gehweg vor der Esso-Tankstelle nutzbar.

Der Bau der Verkehrsinsel ist nach Angaben von Oberbauleiter Schneider das augenscheinlichste Vorhaben, das in diesem Jahr im Zuge des Tunnelprojekts in Starnberg vorgenommen wird. Die notwendigen, aber eher unauffälligen Spartenverlegungen seien bis jetzt erfolgreich verlaufen, betont er.

Zuletzt hatte es im Stadtrat Überlegungen gegeben, den Bau der Verkehrsinsel auf spätere Jahre zu verschieben. Denen hatte das Bauamt jedoch einen Riegel vorgeschoben. „Hätte sich die Stadt Mitte letzten Jahres gemeldet, wäre das kein Problem gewesen“, sagt Schneider auch jetzt. Seitdem seien die Arbeiten aber weiter fortgeschritten. So seien an der Kreuzung mit der Gautinger Straße die Ampeln bereits so weit zurückgebaut, dass aktuell nur noch ein Provisorium steht – das noch heuer verschwindet und durch die neue Bedarfsampel ersetzt wird.

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