Die Maximilianstraße unter Wasser: Was es mit dieser Aufnahme auf sich hat, erfahren die Teilnehmer der „Staritäten-Jagd“. 
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Die Maximilianstraße unter Wasser: Was es mit dieser Aufnahme auf sich hat, erfahren die Teilnehmer der „Staritäten-Jagd“. 

Aktion gestartet

Archiv bläst zur „Staritäten-Jagd“ - eine Art Geocaching zu Starnbergs Vergangenheit

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Corona macht erfinderisch: Erstmals organisiert das Starnberger Stadtarchiv eine „Staritäten-Jagd“. Dabei handelt es sich um eine Art Schnitzeljagd oder Geocaching quer durch die Stadt mit fünf Stationen, interessanten Fragen und der Möglichkeit, ein Buch zu gewinnen.

Starnberg – Die Idee kam Stadtarchivar Christian Fries im Homeoffice. Als der 31 Jahre alte Historiker vor einiger Zeit seine Tochter Juno (3) zu Hause betreute, brütete er darüber, wie sich das Stadtarchiv besser in die Öffentlichkeit bringen lässt. Schließlich ist Fries begeistert von den Schätzen des Archivs, von den alten Ausgaben des „Land- und Seeboten“, von den großen Beständen an historischen Fotos. Nach einiger Zeit war der Gedanke fix: Das Stadtarchiv veranstaltet eine „Staritäten-Jagd“.

Dabei handelt es sich um eine Schnitzeljagd – und wie bei der neudeutschen Version Geocaching müssen die Teilnehmer an den einzelnen Stationen etwas entdecken. In der Starnberger Variante gibt es zwar keinen Schatz oder eine anderweitige Überraschung zu finden, dafür aber eine durchsichtige Tasche. In dieser befindet sich ein Blatt Papier mit aufgedrucktem QR-Code. Dieser kann mit dem Smartphone eingescannt werden, woraufhin die Teilnehmer auf der Internetseite der Stadt landen, interessante Details zum jeweiligen Ort, also der „Starität“, erfahren und jeweils drei Fragen gestellt bekommen. Dazu gibt es Hinweise auf den nächsten Ort.

Die Stadtarchivare Christian Fries (l.) und Christoph Aschermann mit einer der Taschen, die zu finden sind.

Wer alle Fragen zu allen fünf „Staritäten“, also 15 Fragen insgesamt, richtig beantwortet und sich beim Stadtarchiv meldet, der bekommt Band acht der Starnberger Stadtgeschichte zum öffentlichen Leben in Starnberg geschenkt. Ganz wichtig: Die durchsichtige Tasche darf nicht mit nach Hause genommen werden, sondern muss an Ort und Stelle bleiben, damit alle anderen „Staritäten-Jäger“ sie auch finden können.

Der Ort, an dem diese Aufnahme gemacht wurde, ist ebenfalls Teil der „Staritäten-Jagd“ durch die Kreisstadt.

„Ich hoffe, dass möglichst viele Leute mitmachen“, sagt Fries, der mit dem Format verstärkt auch junge Starnberger ansprechen will. „Ziel ist es, geschichtliches Wissen auf spielerische Art zu vermitteln und dabei nicht nur den typischen Archivnutzer anzusprechen. Gleichzeitig sind wir durch Corona gefordert, neue Wege zu gehen“, erklärt der Archivleiter. Schließlich ist das mit der Öffentlichkeit während Corona ja so eine Sache. Anstatt sich Besucher ins Haus zu holen, setzt das Archiv mit der „Staritäten-Jagd“ auf die umgekehrte Strategie.

Ein Aufruhr mitten in Starnberg: Auch so etwas hat es schon mal gegeben. 

Die erste Station sollte übrigens nicht schwer zu finden sein. „Es ist eine Institution, bei der G8 und G9 keine Gipfeltreffen sind. Im Eingangsbereich des Gebäudes teilt die Starität das Schicksal von Rapunzel“, lautet der Hinweis des Archivs. Also: hingehen, Tasche suchen und finden, QR-Code einscannen und so weiter. Alle Infos gibt es im Internet unter www.starnberg.de im Bereich „Kultur & Freizeit“ unter Stadtarchiv. Die Aktion ist gestern gestartet und läuft voraussichtlich bis 14. Mai.

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